Verkehr: Streckensanierung in Pfalz – Ministerium kritisiert Bahn

Datum23.07.2026 08:57

Quellewww.zeit.de

TLDRDas rheinland-pfälzische Innenministerium kritisiert die Deutsche Bahn für mangelnde Einbindung bei der Sanierung der Bahnstrecke Ludwigshafen-Kaiserslautern-Saarbrücken ab 2029. Das Land und der ÖPNV-Zweckverband sind unzufrieden mit den konkreten Abläufen und Sperrkonzepten. Offene Fragen zur Bedienung des Kaiserslauterner Hauptbahnhofs während der Vollsperrung und Forderungen nach besserer Planung und kürzeren Sperrzeiten durch die Grünen werden genannt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verkehr“. Lesen Sie jetzt „Streckensanierung in Pfalz – Ministerium kritisiert Bahn“. Das rheinland-pfälzische Innenministerium fühlt sich bei der Vorbereitung der Sanierung der wichtigen Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen, Kaiserslautern und Saarbrücken nicht genügend eingebunden. "Sowohl das Land Rheinland-Pfalz als auch der betroffene Zweckverband ÖPNV (ZÖPNV) sind aktuell mit der mangelnden und schleppenden Einbindung in den konkreten Ablauf und die Sperrkonzepte durch die DB InfraGO unzufrieden", heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage aus der Grünen-Fraktion. Zuvor hatte die "Rheinpfalz" darüber berichtet. Es geht um eine vorgesehene Generalsanierung der Strecke voraussichtlich im Jahr 2029, die mit Vollsperrungen verbunden sein wird. Konkret moniert das Ministerium von CDU-Politiker Achim Schwickert etwa, dass bislang weder dem Land noch dem ZÖPNV verbindliche Aussagen dazu vorlägen, ob und wie der Hauptbahnhof Kaiserslautern während der geplanten Generalsanierung von abzweigenden Strecken bedient werden könne. Klar sei, Sperrpausen seien mit monatelangen, erheblichen Belastungen für die Fahrgäste verbunden. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Eder sagte, nach Verzögerungen bei anderen Generalsanierungen müsse jetzt genau geschaut werden, wie die Bauarbeiten besser organisiert und die Belastung für die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden könnten. "Dazu gehört auch die Frage, ob die abschnittsweise Sperrung einzelner Strecken besser wäre als eine monatelange Vollsperrung."  Auch Eder forderte, dass Zweckverbände und Aufgabenträger stärker in die Planung eingebunden werden müssen. "Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort und wissen am besten, welche Lösungen für die Pendlerinnen und Pendler funktionieren." © dpa-infocom, dpa:260723-930-425070/1