Ford verkauft Teil des Spanien-Werks an Rivalen aus China

Datum23.07.2026 07:10

Quellewww.spiegel.de

TLDRFord verkauft Teile seines Werks im spanischen Valencia an den chinesischen Geely-Konzern. Geely wird dort Elektroautos für den EU-Markt produzieren, um Zölle zu umgehen und Marktzugang zu erhalten. Ford senkt durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur seine Kosten und sichert die Zukunft des Werks. Geely gehört unter anderem Volvo und Polestar.

InhaltMit Elektroautos hat Ford bisher wenig Erfolg gehabt. Jetzt will der US-Hersteller mit dem Verkauf von Teilen des Werks in Valencia an den chinesischen Geely-Konzern Kosten senken. Ein Schritt mit Nebenwirkungen. Der US-Autobauer Ford und sein chinesischer Konkurrent Geely haben einem Medienbericht zufolge eine weitreichende Vereinbarung ​über das Ford-Werk im spanischen Valencia geschlossen. Demnach verkauft Ford einen Teil der ‌Fabrik in Almussafes an Geely, damit der chinesische Konzern dort künftig Elektroautos für den europäischen Markt bauen kann, berichtete die spanische Zeitung "ABC" am Mittwoch unter Berufung auf Insider. Die offizielle Ankündigung werde für Donnerstag ​erwartet. Ford und Geely äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht. Mit dem Schritt ⁠sichert ⁠sich Geely eine Produktionsbasis innerhalb der Europäischen Union. Damit kann der Konzern mögliche EU-Zölle auf aus China importierte Elektrofahrzeuge umgehen und erhält ‌direkten Zugang zum europäischen Markt. Der Schritt spiegele ​die Dringlichkeit ‌für chinesische Autobauer wider, außerhalb des überfüllten heimischen Marktes nach Wachstum zu suchen, sagte ein Auto-Analyst bei Macquarie Capital. Ford wiederum kann durch die gemeinsame Nutzung der Fabrikinfrastruktur Fixkosten ‌senken und die Zukunft des Werks sichern, dessen Auslastung zuletzt unklar war. Zu Geely gehören unter anderem die in ‌Europa bekannten Marken Volvo, Polestar und ​Lotus. Dem Bericht ‌zufolge soll in Almussafes das Elektromodell EX2 von ‌Geely ​vom Band laufen. Geely hat bereits Partnerschaften mit anderen ausländischen Herstellern wie Renault geschlossen, um ​schnelleren Zugang zu ausländischen Märkten ⁠zu erhalten.