Kleve: Urteil im Prozess gegen falschen Notfallsanitäter möglich

Datum23.07.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Kleve steht ein falscher Notfallsanitäter vor Gericht. Dem 30-Jährigen werden Totschlag, gefährliche Körperverletzung und Urkundenfälschung vorgeworfen. Er soll sich mit gefälschten Papieren als Notfallsanitäter ausgegeben und in Einsätzen tätig gewesen sein. Ein Mann starb nach einem seiner Einsätze. Ein Urteil könnte noch heute fallen, wenn die Beweisaufnahme zügig voranschreitet. Der Angeklagte räumte die gefälschten Dokumente ein, gab aber an, helfen zu wollen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kleve“. Lesen Sie jetzt „Urteil im Prozess gegen falschen Notfallsanitäter möglich“. Im Fall eines falschen Notfallsanitäters, der ohne die erforderliche Qualifikation in zahlreichen Einsätzen tätig war, könnte es in Kleve schneller als geplant schon heute zu einem Urteil kommen. Die Anklage wirft dem 30-Jährigen in einem Fall Totschlag, bei einem weiteren Einsatz gefährliche Körperverletzung sowie Urkundenfälschung vor.  Ein Sprecher des Landgerichts Kleve am Niederrhein sagte, sollte die Beweisaufnahme weiter zügig voranschreiten, sei noch im Tagesverlauf von Plädoyers und Urteil auszugehen.  Laut Staatsanwaltschaft soll der gelernte Berufskraftfahrer sich mit gefälschten Papieren Jobs zunächst als Rettungssanitäter, später als Notfallsanitäter erschlichen haben. Bei einem Einsatz im August 2025 in Kamp-Lintfort sei nach einem seiner Einsätze ein schwer kranker Mann gestorben. Der Deutsche räumte bei Prozessbeginn vor einer Woche ein, dass er sich wiederholt mit falschen Unterlagen als Notfallsanitäter ausgegeben habe. Er habe aber nicht schaden, sondern Menschen helfen wollen. © dpa-infocom, dpa:260723-930-424141/1