Datum23.07.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Grünen in Rheinland-Pfalz kritisieren die hohe Zahl von Ablehnungen an Integrierten Gesamtschulen (IGS) für die fünfte Klasse. Bildungssprecherin Katharina Binz bemängelt, dass der Elternwille bei der Schulwahl nicht ausreichend berücksichtigt wird, da das IGS-Angebot die Nachfrage nicht deckt. Sie verweist auf den Koalitionsvertrag, der die Erhöhung der Zügigkeit an IGS vorsieht, und fordert Klarheit von Bildungsministerin Eiling-Hütig. Die Anmeldezahlen für Gymnasien und Realschulen steigen, während sie an IGS leicht gesunken sind.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schule für Fünftklässler“. Lesen Sie jetzt „Grüne sehen Elternwillen bei Schulwahl eingeschränkt“. Die rheinland-pfälzische Grünen kritisieren zum neuen Schuljahr die Ablehnung Tausender Schüler an ihrer Wunschschule. "Insbesondere die hohe Zahl von Ablehnungen an den Integrierten Gesamtschulen zeigt, dass der Elternwille nicht überall ausreichend abgebildet wird", kritisierte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Katharina Binz. "3.703 Ablehnungen bei 6.168 erfolgreichen Anmeldungen sind ein Warnsignal." Das Angebot an Integrierten Gesamtschulen (IGS) werde der Nachfrage nach gemeinsamem Lernen vielerorts nicht gerecht. Integrierte Gesamtschulen seien aus pädagogischen Gründen in ihrer Zügigkeit begrenzt, zitiert Binz aus der Antwort von Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) auf ihre Anfrage. "Im Koalitionsvertrag ist aber vereinbart, die Sechszügigkeit von Integrierten Gesamtschulen zu ermöglichen", betonte Binz. "Was davon gilt nun?" Für die Klassenstufe 5 sind 2026/2027 an den Gymnasien im Land 17.538 Jungen und Mädchen angemeldet, im Schuljahr zuvor waren es mit 17.211 etwas weniger, wie aus der Antwort von Eiling-Hütig hervorgeht. An den Realschulen beginnen mit 15.844 Kindern deutlich mehr Fünftklässler als im Vorjahr, damals waren es 13.605. An den Integrierten Gesamtschulen starten 6.168 Mädchen und Jungen nach 6.337 im Vorjahr. Wie viele Kinder von der Grundschule in eine Förderschule wechseln, steht noch nicht fest. Im vergangenen Schuljahr waren es 314 Schüler. © dpa-infocom, dpa:260723-930-424167/1