Datum22.07.2026 23:49
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie USA und Saudi-Arabien haben einen Deal zum Aufbau eines zivilen Atomprogramms geschlossen. Ziel ist die technologische Kooperation und die Deckung des saudischen Energiebedarfs, was den USA wirtschaftliche Vorteile und Arbeitsplätze bringen soll. Ein separates Abkommen regelt Sicherheitskontrollen, um die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Der US-Kongress muss das Abkommen prüfen und könnte ein Veto einlegen, da Bedenken hinsichtlich der politischen Stabilität im Nahen Osten und möglicher militärischer Nutzung bestehen.
InhaltDonald Trump hat sich mit dem saudischen Kronprinzen auf einen Atom-Deal geeinigt. Die US-Regierung erhofft sich wirtschaftliche Profite und Jobs. Noch kann der Kongress allerdings ein Veto einlegen. Die USA wollen Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Die Energieminister beider Länder, Chris Wright und Abdulasis bin Salman, unterzeichneten in Washington ein entsprechendes Abkommen, wie das US-Energieministerium mitteilte. Den genauen Inhalt veröffentlichte das Ministerium zunächst nicht. Zudem wurde den Angaben zufolge ein Abkommen zu flankierenden Sicherheitskontrollen unterzeichnet. So soll eine rechtliche Grundlage für eine jahrzehntelange Partnerschaft gelegt werden. Die USA wollen wirtschaftlich profitieren: Sie wollen Nukleartechnologie exportieren, das soll US-Jobs schaffen. Für Saudi-Arabien soll das Abkommen laut der US-Mitteilung dazu beitragen, dass der Energiebedarf im Land gedeckt werden kann. US-Energieminister Wright betonte, dass das Abkommen höchste Standards erfülle und auch beinhalte, dass keine Atomwaffen verbreitet werden. Die Vereinbarung wird dem US-Parlament zur Prüfung vorgelegt, dort könnte es Widerstand geben. Viele Abgeordnete lehnen eine Ausweitung atomarer Technologie im politisch instabilen Nahen Osten ab – noch dazu im laufenden Krieg der USA mit Saudi-Arabiens langjährigem Rivalen Iran. Zudem war zunächst unter anderem offen, in welchem Maß internationale Inspektoren Zugang zu den Standorten bekommen könnten, um militärischen Missbrauch zu verhindern.