Datum22.07.2026 16:17
Quellewww.zeit.de
TLDREine Sonderbriefmarke würdigt 190 Jahre Sekttradition in Sachsen. Sie feiert die Gründung der ersten sächsischen Sektkellerei 1836 in Radebeul. Die Marke, limitiert auf 1.836 Stück, ist nur im Weingut Schloss Wackerbarth erhältlich. Der Weinanbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den sächsischen Tourismus.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sonderbriefmarke“. Lesen Sie jetzt „Sonderbriefmarke würdigt 190 Jahre Sekttradition in Sachsen“. Sachsen lässt die Korken knallen. Diese prickelnde Botschaft kann künftig per Post in alle Welt geschickt werden. Eine Sonderbriefmarke würdigt das Jubiläum "190 Jahre Sekttradition in Sachsen". Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) stellte die Marke mit einem Portowert von 0,95 Euro gemeinsam mit Kellermeistern des Staatsweingutes Schloss Wackerbarth vor. Bei dieser Gelegenheit durfte Klepsch im Keller auch an den Sektflaschen drehen. Das Drehen oder Rütteln der Flaschen dient dazu, die bei der Gärung verbrauchte Hefe in den Flaschenhals wandern zu lassen. Das Ministerium stellte mit Zahlen klar, wie wichtig der Weinanbau inzwischen für den Tourismus im Freistaat ist. Demnach bringt er 3,1 Millionen Übernachtungen pro Jahr. "Während ihres Aufenthalts in der sächsischen Weinregion geben die Weintouristen knapp 300 Millionen Euro aus", hieß es. Diese Zielgruppe sei für die sächsische Tourismusbranche besonders attraktiv, denn die Ausgaben der Gäste lägen 11 Prozent (bei Übernachtungen) und 55 Prozent (bei Tagesgästen) über dem Durchschnitt aller Reisenden. Klepsch verwies bei dem Termin auf den Masterplan Tourismus, der kreative Ideen und wettbewerbsfähige Produkte hervorbringen soll. "Im Sinne unserer Initiative "So schmeckt Sachsen" ist für uns das Thema Kulinarik von großer Bedeutung, da es Kultur- und Naturtourismus ideal verbindet. In diesem Bereich sehen wir in Sachsen noch viel Potenzial." Nach den Worten der Ministerin geht es darum, Gastronomie, Kulinarik und Tourismus stärker zu verzahnen und den Gästen einzigartige Erlebnisse zu bescheren. "Schloss Wackerbarth ist als Erlebnisweingut in diesem Bereich eines unserer Aushängeschilder und hat eine Bedeutung, die weit über den Freistaat hinausreicht." Mit jährlich mehr als 240.000 Gästen gehört das Staatsweingut in Radebeul nach dem "Global Wine Tourism Report 2025" der Hochschule Geisenheim zu den meistbesuchten Weingütern der Welt. Für diese internationale Analyse des weltweiten Weintourismus hatten die Autoren mehr als 1.310 Weingüter aus 47 Ländern befragt, hieß es. Tatsächlich kann der Weinanbau auf eine 850 Jahre alte Tradition verweisen. Der Sekt kam später hinzu. 1836 gründeten drei Winzer in Radebeul einen "Actienverein zur Fabrikation moussierender Weine". "Damit legten sie im Elbtal nicht nur den Grundstein für die erste Sektkellerei Sachsens, sondern auch für eine der ältesten Sektmanufakturen Europas", teilte das Staatsweingut mit. Die Expertise für die Produktion von Sekt in Flaschengärung holten sich die sächsischen Gründer direkt aus dem Schaumweinherzen Frankreichs, aus Reims. Ihr erster Kellermeister, Johann Joseph Mouzon, war ein erfahrener Fachmann und brachte die klassische Flaschengärung aus seiner französischen Heimat nach Radebeul. Nach seinem Vorbild werden hier bis heute ausgewählte sächsische Trauben zu prickelndem Genuss veredelt. Wer die limitierte Sonderbriefmarke zur Sektherstellung erwerben möchte, darf eine Reise nach Radebeul aber nicht lange aufschieben: Sie ist ausschließlich im Markt des Weinguts zu haben. Die Edition ist auf 1.836 Marken begrenzt. © dpa-infocom, dpa:260722-930-422791/1