Datum22.07.2026 16:23
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Behörde warnt vor Einschleppung des Japankäfers über Reisegepäck. Kürzlich wurde ein Tier in einem Koffer nach einer Italienreise entdeckt. Reisende werden gebeten, ihr Gepäck zu kontrollieren und verdächtige Käfer einzufangen und zu melden. Der Japankäfer ist ein Quarantäneschädling, der über 400 Pflanzenarten befällt und erhebliche Schäden in Landwirtschaft und Gärten verursacht. Eine Pufferzone in Mainz und Bodenheim wurde bereits eingerichtet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Quarantäneschädling“. Lesen Sie jetzt „Behörde warnt vor Japankäfer im Reisegepäck“. Ein Mal nicht aufgepasst, und schon hat man ein unliebsames Souvenir im Reisegepäck. So versteckte sich kürzlich in einem Koffer nach einer Italienreise ein Japankäfer, wie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) mitteilt. Die Behörde bittet daher Reisende, ihr Gepäck auf den Schädling zu überprüfen. Im aktuellen Fall sei der Fund des Japankäfers schnell gemeldet und das Insekt zur weiteren Untersuchung eingeschickt worden. Damit sei eine weitere Verbreitung ausgeschlossen. Dennoch sollten Reisende wachsam sein, sagt ADD-Abteilungsleiter Christof Pause. "Über das Reisegepäck kann ein Japankäfer schnell nach Rheinland-Pfalz gelangen. Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, sollte ihn einfangen, aufbewahren und melden." Um die Ausbreitung des Schädlings zu verhindern, wurde bereits im vergangenen Jahr eine Pufferzone in der Stadt Mainz und der Verbandsgemeinde Bodenheim eingerichtet. Die Einrichtung war eine Reaktion auf eine Sichtung des Japankäfers nahe der Landesgrenze im hessischen Raum Trebur im Kreis Groß-Gerau. In der Pufferzone gelten demnach weiterhin folgende Regeln: Der Käfer ist rund einen Zentimeter groß. Er hat einen metallischen glänzenden, grünen Kopf, braune Flügel und an jeder Hinterleibseite fünf weiße Haarbüschel. Er wird laut ADD als Quarantäneschädling eingestuft, weil er mehr als 400 Pflanzenarten befällt und insbesondere Wiesen, Rasenflächen, Zierpflanzen sowie Wein- und Obstbau stark schädigen kann. © dpa-infocom, dpa:260722-930-422832/1