Archäologischer Fund: 2000 Jahre alte römische Silbermünzen in Sachsen-Anhalt entdeckt

Datum22.07.2026 13:28

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Halle an der Saale wurden fünf über 2.000 Jahre alte römische Silbermünzen entdeckt. Die Denare stammen aus der Zeit der Römischen Republik, geprägt zwischen 148 und 79 v. Chr. Dies ist ein seltener Fund für Sachsen-Anhalt. Die Münzen dienten vermutlich nicht als alltägliches Zahlungsmittel, sondern wurden aufgrund ihres materiellen und sozialen Werts transferiert, möglicherweise durch Handel oder Geschenke in germanische Netzwerke.

InhaltIn Halle an der Saale sind fünf Münzen aus der Zeit der Römischen Republik entdeckt worden. Die Silbermünzen sind laut archäologischem Landesamt mehr als 2.000 Jahre alt. In Sachsen-Anhalt sind fünf seltene Silbermünzen aus der Zeit der Römischen Republik gefunden worden. Die mehr als 2.000 Jahre alten Münzen waren möglicherweise Teil einer kleinen Börse, die verloren ging oder im Boden aufbewahrt wurde, wie das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Halle an der Saale mitteilte. Die sogenannten Denare stammen aus der Zeit vor den römischen Kaisern. Eine der Münzen wurde um 148 vor Christus geprägt, vier weitere zwischen 82 und 79 vor Christus. Für Sachsen-Anhalt ist der Fund besonders selten. Bislang wurden dort 19 Silbermünzen aus der Zeit der Römischen Republik gefunden, wobei es sich meist um Einzelstücke aus der Kaiserzeit handelte. Die Münzen dienten vermutlich nicht als alltägliches Zahlungsmittel, da in dem Gebiet damals keine Geldwirtschaft stattfand. Die Silberstücke dürften eher wegen ihres materiellen und sozialen Werts weitergegeben worden sein – etwa durch Fernhandel, diplomatische Geschenke oder Weitergabe innerhalb germanischer Netzwerke.