Möglicher Nationaltrainer: Italiens Verband bestätigt Gespräche mit Pep Guardiola

Datum22.07.2026 13:12

Quellewww.spiegel.de

TLDRItaliens Fußballverband hat Gespräche mit Startrainer Pep Guardiola über eine mögliche Anstellung als Nationaltrainer bestätigt. Ziel ist es, den viermaligen Weltmeister nach verpassten WM-Qualifikationen wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Obwohl Guardiola eigentlich eine Pause machen wollte, könnten die EM 2028 und WM 2030 ihn reizen. Der Verband wäre bereit, für ihn eine finanzielle Ausnahme zu machen.

InhaltDer viermalige Fußball-Weltmeister Italien liegt nach mehreren verpassten Qualifikationen für WM-Endrunden am Boden. Rettet jetzt Startrainer Pep Guardiola die Squadra Azzurra? Italiens Verbandschef Giovanni Malagò hat das Interesse an und die Gespräche mit Startrainer Pep Guardiola für eine Nachfolge von Gennaro Gattuso bekräftigt. Eine mögliche Verpflichtung des 55 Jahre alten Spaniers als Nationaltrainer könnte allerdings bedeuten, dass der Verband budgettechnisch eine große Ausnahme machen müsste – dazu aber offenbar bereit ist. "Das ist noch nicht sicher, aber ich glaube, es war richtig und wichtig, den Dialog zu eröffnen und ihn aufrechtzuerhalten", sagte Malagò in einem italienischen Fußball-Podcast. Bereits am Montag hatte "Sky" berichtet, dass Verantwortliche um den ehemaligen Profi Paolo Maldini für mehrere Tage in Barcelona gewesen seien, um Guardiola von einem Engagement als Cheftrainer beim tief gefallenen viermaligen Weltmeister zu überzeugen. Der Trainer hat erst vor wenigen Wochen sein zehnjähriges Engagement bei Manchester City beendet und wollte eigentlich eine Pause einlegen. Die Aussicht auf die EM 2028 in Großbritannien sowie die WM 2030 unter anderem in seiner Heimat Spanien könnten ihn reizen. Guardiola hat als Trainer dreimal die Champions League gewonnen, in Spanien, Deutschland und England holte er insgesamt zwölf nationale Meisterschaften. In allen Wettbewerben kommt er auf 39 Titel. "Es gibt auch finanzielle und budgetäre Aspekte. Kurz- bis mittelfristig zu sagen, wir müssten den Gürtel enger schnallen, ist noch untertrieben. Es wären jedoch Ausnahmen denkbar, die möglicherweise den derzeit so dominanten Namen betreffen", sagte Malagò zu einem möglichen Engagement von Guardiola. Nachdem Italien zum dritten Mal nacheinander die WM verpasst hatte, mussten Auswahlcoach Gattuso, Teambetreuer Gianluigi Buffon und Verbandschef Gabriele Gravina gehen. Der neue Präsident Malagò überredete jüngst den früheren Starspieler Maldini, das Amt als Technischer Direktor zu übernehmen. Die wichtigste Aufgabe dabei ist, einen neuen Auswahltrainer zu finden.