Internethandel: Intershop trotz Umsatzrückgangs mit besserem Ertrag

Datum22.07.2026 09:30

Quellewww.zeit.de

TLDRIntershop verzeichnet trotz eines Umsatzrückgangs auf 15,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr eine verbesserte Ertragslage. Ein Kostensenkungsprogramm, das Personalabbau beinhaltete, führte zu einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis nach Steuern. Das Unternehmen, spezialisiert auf B2B-Internethandelssoftware (Cloud-Lösungen), sieht eine leichte Erholung, insbesondere in den USA und Australien. Die Prognose für 2026 bleibt unverändert mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei leicht sinkendem Umsatz.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Internethandel“. Lesen Sie jetzt „Intershop trotz Umsatzrückgangs mit besserem Ertrag“. Unternehmen investieren weniger in ihren Internethandel - das bekommt der Jenaer Software-Anbieter Intershop zu spüren. Der Umsatz des börsennotierten Thüringer Unternehmens sank im ersten Halbjahr auf 15,8 Millionen Euro, wie der Vorstand in Jena berichtete. Im Vorjahreszeitraum wurden noch Erlöse in Höhe von 17,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Intershop ist auf Programme spezialisiert, mit denen Unternehmen untereinander ihren Internethandel abwickeln können.  Dank eines Kostensenkungsprogramms, das mit Personalabbau verbunden war, konnte das Thüringer Unternehmen die Ertragslage verbessern und ein leicht positives operatives Ergebnis erzielen. Das Ergebnis nach Steuern war nach Intershop-Angaben mit minus 54.000 Euro nahezu ausgeglichen. Im ersten Halbjahr 2025 stand unter dem Strich noch ein Verlust von 1,1 Millionen Euro. Die Kostendisziplin habe sich ausgezahlt, sagte Vorstandschef Markus Dränert. "Wir sind auf dem richtigen Weg." Dränert rechnet mit einer leichten Erholung des Geschäfts. Das zeige sich vor allem in den USA und Australien, zwei wichtigen Märkten für Intershop. Er bestätigte die Prognose für 2026: Bei leicht sinkendem Umsatz soll ein ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen und Steuern erzielt werden. Seit einigen Jahren konzentriert sich das Jenaer Unternehmen auf Mietsoftware für Kunden - sogenannte Cloud-Lösungen.  Intershop hatte im vergangenen Jahr seine Mitarbeiterzahl um 40 auf etwa 220 verringert - durch Kündigungen oder den Verzicht auf die Nachbesetzung offener Stellen. Der Stellenabbau erfolgte nicht nur in Deutschland. Intershop gehörte in den 1990er Jahren zu den ostdeutschen Software-Pionieren, die den Handel im Internet ermöglichten. © dpa-infocom, dpa:260722-930-420260/1