Verdacht auf Aufstand – Großeinsatz der Polizei in der JVA Siegburg

Datum22.07.2026 08:53

Quellewww.spiegel.de

TLDREin Hinweis eines Häftlings löste einen Großeinsatz der Polizei in der JVA Siegburg aus. Rund hundert Einsatzkräfte durchsuchten die Anstalt nach Verdacht auf einen geplanten Aufstand. Die Lage ist unter Kontrolle, es gab keine Verletzten. Der NRW-Justizminister schärfte, dass bewaffnete Gewalt in Gefängnissen eine rote Linie sei und die Drahtzieher mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssten. Ermittlungen dauern an, ob Gegenstände sichergestellt wurden, wird noch ausgewertet.

InhaltIn Nordrhein-Westfalen hat der Hinweis eines Häftlings einen Polizeieinsatz in einem Gefängnis ausgelöst. Rund hundert Einsatzkräfte durchsuchten die JVA Siegburg. In der Justizvollzugsanstalt Siegburg hat es nach Hinweisen auf einen geplanten gewaltsamen Aufstand von Inhaftierten einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Die Lage sei unter Kontrolle, teilte das nordrhein-westfälische Justizministerium mit. Der Einsatz sei durch die Aussage eines Gefangenen ausgelöst worden. Beteiligt waren am Dienstagabend demnach rund hundert Einsatzkräfte. Die Beamten durchsuchten die Anstalt, wie es weiter hieß. Gegen 22 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen. Es habe keine Verletzten gegeben, sagte ein Ministeriumssprecher. Ob verbotene Gegenstände sichergestellt wurden, werde noch ausgewertet. Die Ermittlungen dauern an. "Die Androhung bewaffneter Gewalt in unseren Justizvollzugsanstalten ist eine absolute rote Linie", sagte NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne). Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, würden die Drahtzieher die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.