Datum22.07.2026 08:08
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer deutsche Radfahrer Florian Lipowitz ist auf der 16. Etappe der Tour de France gestürzt und hat sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Die Verletzung bedeutet das vorzeitige Ende seiner Teilnahme an der Rundfahrt und wirft Fragen für seine weitere Saisonplanung, einschließlich der Straßenrad-WM, auf. Auch Jonas Vingegaard erlitt diesel
InhaltFlorian Lipowitz stürzte auf der 16. Etappe der Frankreich-Rundfahrt und prallte auf die rechte Schulter. Nun ist klar, dass er wochenlang ausfallen wird. Florian Lipowitz hat sich bei seinem schweren Sturz bei der Tour de France einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Wie das Radsport-Team Red Bull bestätigte, erlitt Lipowitz neben der Verletzung an der rechten Schulter mehrere Schürfwunden. Der deutsche Radstar war im Zeitfahren der 16. Etappe mit ausgezeichneter Zeit unterwegs, als er in einer Kurve zu Sturz kam und auf die Schulter prallte. "Es ist super schade, dass er nicht weitermachen kann. Wir werden ihn nicht nur im Kampf um das Podium, sondern auch als Mensch vermissen", sagte Teamchef Ralph Denk. Unklar ist, wie sich die Verletzung auf die weitere Saison auswirken wird. Üblicherweise ist ein Knochenbruch in sechs Wochen verheilt, Radprofis kehren mitunter jedoch schon drei oder vier Wochen nach einem Schlüsselbeinbruch zurück ins Renngeschehen. Lipowitz hatte geplant, in diesem Jahr an der Straßenrad-WM in Montreal vom 20. bis 27. September teilzunehmen. Die gleiche Verletzung wie Lipowitz hatte auch der zweimalige Tour-Sieger Jonas Vingegaard erlitten. Der Däne war auf der 15. Etappe am Sonntag gestürzt und hatte das Rennen ebenfalls aufgeben müssen. Beim Red-Bull-Team liegen die Hoffnungen nun auf Remco Evenepoel. Evenepoel gewann nicht nur das Zeitfahren, bei dem Lipowitz sich verletzte. Auch bei der Etappe auf das Plateau de Solaison siegte der Belgier. Er ist Zweiter hinter Tadej Pogačar mit einem Rückstand von 4 Minuten und 32 Sekunden. Im Kampf um das Podest muss Evenepoel nun auf Lipowitz verzichten. Sie hatten eine Doppelspitze gebildet. Die Verletzung sei "bitter" für Lipowitz und das Team, sagte Evenepoel. "Es ist immer besser, mit zwei Fahrern in der Spitzengruppe zu sein. Wenn man sich die vergangenen Bergetappen anschaut: Wenn noch sieben Fahrer übrig waren, war Florian immer dabei", so Evenepoel. "Wir werden das Podium nicht herschenken. Es wird sicher noch ein harter Kampf, es kommen noch hohe Berge. Aber wir haben auch einen starken Remco", sagt Denk. Triumph und Tragik beim Zeitfahren – Evenepoel siegt, Lipowitz stürzt. Lesen Sie hier mehr zur dramatischen 16. Etappe.