Datum22.07.2026 00:31
Quellewww.zeit.de
TLDRDer AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf nicht als Landrat in Friesland kandidieren. Der Wahlausschuss lehnte ihn ab, da seine Verfassungstreue aufgrund seiner Mitgliedschaft in der als rechtsextrem eingestuften AfD Niedersachsen in Frage stehe. Das Innenministerium hatte eine Prüfung empfohlen. Sichert kündigte rechtliche Schritte an und bezeichnete den Ausschluss als Eingriff in das Wahlrecht. Die AfD kritisiert das Vorgehen scharf und fordert seine Zulassung. Die Kommunalwahl findet am 13. September statt.
InhaltMartin Sichert wollte für die AfD Landrat in Friesland werden. Der Wahlausschuss ließ ihn auflaufen. Grund: seine Verfassungstreue stehe infrage. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf nicht als Landrat für den Kreis Friesland kandidieren. Der dortige Wahlausschuss habe ihn als Bewerber abgelehnt, teilte Sichert in einer Videobotschaft auf Facebook mit. Grund für den Ausschluss sei Sicherts Mitgliedschaft in der niedersächsischen AfD, die als rechtsextrem eingeschätzt werde, berichtet der Sender NDR. Das niedersächsische Innenministerium hatte demnach eine Prüfung von Sicherts Kandidatur empfohlen. Zuerst hatte die Nordwest-Zeitung berichtet. Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde teilte mit, es sei absurd, Sichert wegen seiner AfD-Mitgliedschaft als "nicht verfassungstreu" einzustufen. Sichert selbst erklärte, abgesehen von der AfD hätten sich die Vertreter aller anderen Parteien gegen ihn ausgesprochen. Er kündigte rechtliche Schritte an. "Das ist ein massiver Eingriff in das freie und gleiche Recht bei der Wahl", betonte der 46-Jährige. "Die AfD Niedersachsen verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste", sagte der AfD-Landesvorsitzende Schledde. "Wir fordern die sofortige Zulassung von Martin Sichert und aller rechtmäßig aufgestellten Kandidaten." Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist am 13. September, der bisherige Landrat Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht mehr in Friesland an.