Guyana: Fähre mit 180 Menschen gesunken – mindestens 41 Tote

Datum21.07.2026 23:46

Quellewww.spiegel.de

TLDREine Fähre mit rund 180 Menschen sank vor Guyanas Küste, mindestens 41 Tote sind zu beklagen. 77 Überlebende wurden geborgen, etwa 60 gelten noch als vermisst. Die Ursache des Unglücks ist unklar; der positiv auf Cannabis getestete Kapitän überlebte. Eine gründliche Untersuchung wurde angekündigt.

InhaltEine Fähre mit rund 180 Menschen an Bord ist vor der Küste Guyanas gesunken. Die Behörden haben zahlreiche Todesopfer bestätigt, die Rettungskräfte suchen weiterhin nach Vermissten. Die Unglücksursache ist noch unklar. Bei einem schweren Fähreunglück vor der Küste Guyanas sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben von Ministerpräsident Mark Phillips konnten bislang 77 Menschen lebend gerettet werden. Rund 60 weitere Passagiere gelten nach Schätzungen der Behörden als vermisst. An Bord der Fähre befanden sich insgesamt etwa 180 Menschen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit). Die Fähre war auf dem Weg von der Hauptstadt Georgetown in die abgelegene Gemeinde Port Kaituma, als sie im Atlantik sank. Der Ort liegt im Landesinneren in der ölreichen Region Essequibo nahe der Grenze zu Venezuela. Die Suche nach den Vermissten dauert an. Einsatzkräfte sind mit Booten, Flugzeugen und Tauchern vor der Atlantikküste im Einsatz. Nach Angaben der Regierung wurde das Wrack rund 15 Kilometer vor der Küste auf dem Meeresboden entdeckt. Warum die Fähre sank, ist bislang unklar. Der Kapitän, der das Unglück überlebte, wurde laut Behörden positiv auf Cannabis getestet. Präsident Irfaan Ali kündigte eine umfassende Aufklärung an. "Ich versichere der Nation, dass es eine umfassende, gründliche und unabhängige Untersuchung dieser Tragödie geben wird", sagte er in einer Fernsehansprache . Medienberichten zufolge hatte die Fähre in der Nacht einen Notruf abgesetzt, nachdem sie etwa acht Stunden ihrer insgesamt rund 24-stündigen Fahrt zurückgelegt hatte. Ein Überlebender berichtete dem Nachrichtenportal "News Source" , er habe zunächst ein lautes Geräusch gehört. Kurz darauf sei Wasser in das Schiff eingedrungen, die Fähre habe Schlagseite bekommen und sei schließlich gesunken.