Festnahme: Schüler soll Terroranschlag auf Kirche geplant haben

Datum21.07.2026 18:40

Quellewww.zeit.de

TLDREin 16-Jähriger aus Hamm wurde festgenommen, da er mutmaßlich für den IS einen Brandanschlag auf eine Kirche geplant hatte. Er zeigte islamistische Radikalisierung seit 2023 und stand in Kontakt mit IS-nahen Personen. Ursprünglich wollte er ins IS-Gebiet reisen, wurde aber zu einem Anschlag in Deutschland überredet. Er hat bereits versucht, einen Hochsitz anzuzünden. Ein Richter ordnete seine Unterbringung in einer Jugendforensik an. Der Fall ähnelt einem kürzlichen Vorfall in Bayern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Festnahme“. Lesen Sie jetzt „Schüler soll Terroranschlag auf Kirche geplant haben“. Ein 16-Jähriger soll für die Terrorvereinigung "Islamischer Staat" (IS) einen Anschlag auf eine Kirche in Hamm geplant haben. Eine Sprecherin der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Demnach wurde der Schüler aus Hamm bereits Anfang April festgenommen. Inzwischen habe ein Richter wegen einer psychiatrischen Erkrankung seine Unterbringung in einer Jugendforensik angeordnet.  "Wir ermitteln unter anderem wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung gegen den Beschuldigten", sagte die Sprecherin der "Bild"-Zeitung. "Es besteht dringender Tatverdacht." Der Jugendliche soll bereits 2023 begonnen haben, sich islamistisch zu radikalisieren. "Er stand in Kontakt mit einer Person, die dem IS nahesteht."  Der Schüler habe ursprünglich ins IS-Gebiet reisen und sich dem bewaffneten Dschihad anschließen wollen. Ein Mittelsmann soll den Deutschen aber überredet haben, zunächst in seiner Heimatstadt einen Anschlag zu verüben. Nach Informationen der Zeitung soll er die Kirche einer unabhängigen christlichen Gemeinde als Ziel für einen Brandanschlag ausgekundschaftet haben.  Bereits im März soll der Schüler versucht haben, einen Hochsitz mit einer Silvesterrakete anzuzünden - allerdings vergeblich. Ob es sich dabei um eine Art Vorbereitung auf den geplanten Anschlag handelte, werde noch ermittelt, teilte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft mit.  Erst vor wenigen Tagen hatte ein Fall in Bayern für Aufregung gesorgt. Dort soll ein 15-Jähriger einen Sprengsatzanschlag auf eine Synagoge geplant haben. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat den Jugendlichen unter anderem wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat angeklagt. © dpa-infocom, dpa:260721-930-418372/1