Migration: 140 Menschen nach Bootsunglücken vor Mauretanien vermisst

Datum21.07.2026 15:58

Quellewww.zeit.de

TLDRVor Mauretanien sind über 140 Menschen bei Bootsunglücken vermisst oder ertrunken. Das UN-Flüchtlingswerk stuft die Route von Westafrika zu den Kanaren als eine der tödlichsten der Welt ein. Schlechte Bedingungen, überfüllte Boote und mangelnde Rettungschancen sind die Ursachen

InhaltVor Mauretanien sind in den vergangenen Tagen mehr als hundert Menschen in Seenot geraten oder ertrunken. Die UN sprechen von einer der tödlichsten Fluchtruten der Welt. Mehr als 140 Menschen sind nach UN-Angaben bei Fluchtversuchen vor der Küste Mauretaniens gestorben oder werden vermisst. Die Route von Westafrika zu den europäischen Kanaren bleibe eine der weltweit tödlichsten Strecken, teilte das UN-Flüchtlingswerk UNHCR mit. Das läge an den Bedingungen auf See, den nicht seetauglichen und überfüllten Booten und wenig Chancen auf schnelle Rettung. Mauretanische Behörden meldeten in den vergangenen Tagen, dass ein aus Gambia gestartetes Boot mit etwa 160 Menschen in Seenot geraten sei. Nachdem nach mehr als drei Wochen der Treibstoff ausgegangen war und die Menschen an Bord nach zehn Tagen keine Lebensmittel und kein Wasser mehr hatten, seien 37 Menschen gerettet worden. 120 weitere würden vermisst. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.