Bauwerk im Fluss: Rampe aus 200 Tonnen Steinen soll Schwarzer Elster helfen

Datum21.07.2026 14:19

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Südbrandenburg wird eine 200 Tonnen schwere Steinsrampe in die Schwarze Elster gebaut, um den Wasserstand anzuheben. Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen für Fische. Ursache für den Wasserverlust sind Schlammablagerungen aus dem Braunkohleabbau. Die Rampe soll den Flussboden stabilisieren und den Wasserstand um bis zu 30 Zentimeter erhöhen, ohne den Hochwasserschutz zu beeinträchtigen. Die Bauarbeiten sollen noch im Juli abgeschlossen sein.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bauwerk im Fluss“. Lesen Sie jetzt „Rampe aus 200 Tonnen Steinen soll Schwarzer Elster helfen“. Der Schwarzen Elster in Südbrandenburg fehlt Wasser - deshalb soll mit einem Bauwerk im Flussbett der Wasserstand wieder angehoben werden. Ziel ist es auch, die Lebensbedingungen für die Fische wie Barben, Rapfen und Flussneunaugen zu verbessern, teilte das Umweltministerium mit. Die Arbeiten beginnen an diesem Mittwoch. In heißen Sommermonaten trocknete die Schwarze Elster - einer der meist regulierten Flüsse Deutschlands - stellenweise aus. Der begradigte Fluss entspringt im Lausitzer Bergland (Sachsen). Er fließt durch die brandenburgischen Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster und mündet in Sachsen-Anhalt in die Elbe.  Hintergrund sind Wasserstandsverluste nach der Beräumung von Eisenhydroxid-Schlamm in der Schwarzen Elster. Dadurch habe sich der Flussboden zwischen Plessa und Kahla im Vorjahr um durchschnittlich 40 bis 50 Zentimeter abgesenkt, teilte das Umweltministerium mit.  Der bräunliche Eisenhydroxid-Schlamm – eine Folge des Braunkohleabbaus in der Lausitz – musste aus der Schwarzen Elster gebaggert werden, weil er den Abfluss behinderte. Es wird eine Stützrampe unterhalb der Brücke Plessa in den Flusslauf gebaut. Dafür werden mehr als 200 Tonnen Wasserbausteine in das Flussbett eingebracht und abschließend mit einer Kiesschicht abgedeckt, erklärte das Ministerium. Der Wasserstand oberhalb der Schwelle werde um bis zu 30 Zentimeter angehoben. Der Hochwasserschutz sei dadurch nicht beeinträchtigt. Das Landesamt für Umwelt (LfU) setzt das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Landesanglerverband um. Die Bauarbeiten sollen noch im Juli abgeschlossen werden, wie es hieß. © dpa-infocom, dpa:260721-930-416869/1