Datum21.07.2026 11:56
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Louvre öffnet neun Monate nach einem Juwelendiebstahl seine Galerie d'Apollon neu, jedoch ohne die gestohlenen Schätze. Stattdessen sollen die prächtigen Wand- und Deckendekorationen des Raumes wieder im Fokus stehen. Die kostbaren Objekte werden vorübergehend in einem Tresorraum untergebracht, bis neue Ausstellungsorte gefunden sind. Die gestohlenen acht Schmuckstücke sind weiterhin verschollen. Die restaurierte Krone von Kaiserin Eugénie soll nach ihrer Rückkehr eine sicherere und besser zugängliche Präsentation erhalten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Juwelendiebstahl“. Lesen Sie jetzt „Louvre öffnet nach Einbruch Galerie wieder – ohne Schätze“. Neuanfang nach dem Juwelendiebstahl: Der Louvre öffnet neun Monate nach dem spektakulären Einbruch am Mittwoch wieder seine Galerie d'Apollon – jedoch völlig leer. Die dort bisher gezeigten Sammlungen und kostbaren Objekte sollen in einen fensterloser Tresorraum verlegt werden, wie Louvre-Direktor Christophe Leribault der Zeitung "Le Parisien" sagte. "Wir wollen einen Neuanfang", sagte Louvre-Chef. Statt die Galerie mit leeren Vitrinen an den bisherigen Ausstellungsort erinnern zu lassen, werde der Raum wieder als Prunkgalerie erlebbar gemacht. Die kostbaren Objekte würden entfernt, damit die kunstvollen Wand- und Deckendekorationen wieder stärker zur Geltung kämen. Zunächst müssten jedoch ein geeigneter Ort gefunden und die Finanzierung der umfangreichen Bauarbeiten geklärt werden. Die Galerie d'Apollon gilt als einer der prächtigsten Räume des Louvre. Ihre Decken wurden von Charles Le Brun gestaltet und später unter anderem von Eugène Delacroix ergänzt. Leribault verglich den Saal mit der Spiegelgalerie von Versailles und sprach von einem Stück des ursprünglichen Königspalasts, das Besucher im heutigen Museum wiederentdecken könnten. Bei dem Einbruch Mitte Oktober 2025 wurden acht wertvolle Schmuckstücke im geschätzten Wert von rund 88 Millionen Euro gestohlen. Von ihnen fehlt noch immer jede Spur. Die bei dem Einbruch beschädigte Krone von Kaiserin Eugénie wird derzeit restauriert. Fast alle Elemente seien erhalten, erklärte Leribault. Nach ihrer Rückkehr in den Louvre solle sie mehr Platz erhalten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und den Besucherfluss zu verbessern. Der Museumsdirektor ist überzeugt, dass die Geschichte der Krone ihre Ausstrahlung sogar noch verstärken wird. "Diese Krone wird berühmter sein als zuvor – so wie die Mona Lisa nach ihrem Diebstahl im Jahr 1911", sagte er. © dpa-infocom, dpa:260721-930-415942/1