Bevölkerung: So wenige Geburten in Brandenburg wie in den 1990ern

Datum21.07.2026 11:41

Quellewww.zeit.de

TLDRBrandenburg verzeichnete 2025 einen natürlichen Bevölkerungsrückgang auf dem Niveau der 1990er Jahre. Die Geburtenzahl sank auf 14.495 bei 35.743 Sterbefällen. Während die Geburtenziffer deutscher Frauen sank, stieg sie bei Frauen mit ausländischer Staatsbürgerschaft leicht an. Das Durchschnittsalter der Mütter liegt stabil bei 31,6 Jahren, wobei verheiratete Mütter älter sind. Alle Landkreise verzeichnen Sterbeüberschüsse.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bevölkerung“. Lesen Sie jetzt „So wenige Geburten in Brandenburg wie in den 1990ern“. Brandenburg hat 2025 den stärksten natürlichen Bevölkerungsrückgang seit 1990 verzeichnet. In diesem Jahr starben 35.743 Menschen, während nur 14.495 Menschen geboren wurden, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Ähnlich wenige Geburten wurden demnach zuletzt Mitte der 1990er Jahre verzeichnet, nach der Wiedervereinigung.  Die Zahl der Geburten in Brandenburg sank im Vergleich zu 2024 um 4,4 Prozent. Die Geburtenziffer je Frau sank von 1,33 auf 1,30 - je nach Nationalität gab es jedoch gegenläufige Entwicklungen: Deutsche Frauen bekamen in Brandenburg 2025 statistisch betrachtet 1,21 Kinder, ein leichter Rückgang von 0,06 Prozentpunkten im Vergleich zu 2024. Frauen mit anderer Staatsbürgerschaft bekamen 1,82 Kinder, das waren 0,04 Prozentpunkte mehr als 2024.  Die meisten Kinder kamen in Potsdam zur Welt, 1.345 Babys wurden dort geboren. Auch in den Kreisen Oberhavel (1.188), Potsdam-Mittelmark (1.177) und Dahme-Spreewald (1.170) wurden viele Kinder geboren, gefolgt von den Kreisen Havelland (1.079), Teltow-Fläming (1.087), Märkisch-Oderland (1.049) und Barnim (1.045).  Das Durchschnittsalter der Mutter bei Geburt lag unverändert bei 31,6 Jahren. Verheiratete Mütter waren im Schnitt etwas älter (32,7) als unverheiratete Mütter (30,6 Jahre). Fast die Hälfte der Neugeborenen kam innerhalb einer Ehe zur Welt.  Die Zahl der Sterbefälle stieg um 1,4 Prozent. In allen Landkreisen gab es die sogenannten Sterbeüberschüsse, es starben also mehr Menschen als geboren wurden. Besonders hoch waren diese in den Landkreisen Elbe-Elster (17,8 Sterbefälle je 1.000 Einwohner), Prignitz (17,5) und Spree-Neiße (17,0). Spree-Neiße verzeichnete auch die wenigsten Geburten bezogen auf die Einwohnerzahl (4,5 auf 1.000 Einwohnerinnen). © dpa-infocom, dpa:260721-930-415871/1