Treffen im Herbst: Initiative fordert weitere Reformen nach erstem Paket

Datum21.07.2026 11:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Wirtschaftsinitiative "Made for Germany" fordert nach dem ersten Reformpaket weitere Maßnahmen von der Bundesregierung. Siemens-Chef Roland Busch appelliert an schnelle Umsetzung und mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit. Die Initiative, bestehend aus 139 Unternehmen und Investoren, hat Investitionen von über 800 Milliarden Euro in Deutschland zugesagt. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigt gestärkte Investorenzuversicht und Interesse.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Treffen im Herbst“. Lesen Sie jetzt „Initiative fordert weitere Reformen nach erstem Paket“. Die Wirtschaftsinitiative "Made for Germany" will Ende September mit der Bundesregierung über weitere Reformen beraten. Das jüngst beschlossene Paket gehe viele wichtige Probleme an, aber längst nicht alle, sagte Siemens-Chef Roland Busch ein Jahr nach dem Auftakttreffen der Initiative mit Kanzler Friedrich Merz (CDU). "Jetzt müssen die Maßnahmen schnell und spürbar umgesetzt und weitere Reformen angegangen werden." Konkret nannte Busch die Flexibilisierung der Arbeitszeit: Deutschland sei "das einzige Land, was die Arbeitszeit auf den Tag regelt und nicht auf die Woche". Zudem sei die Teilzeitquote zu hoch, sagte Busch. "In Summe müssen wir in Deutschland mehr arbeiten." Der Initiative gehören inzwischen 139 Unternehmen und Investoren aus verschiedensten Branchen an. Sie haben zugesagt, bis 2028 mehr als 800 Milliarden Euro in den Wirtschaftsstandort Deutschland zu investieren. Wie viel der Summe über bereits geplante Investitionen hinausgeht, ist allerdings unklar. Das jüngst angekündigte Reformpaket habe "die Zuversicht internationaler Investoren deutlich gestärkt und das Interesse an diesem Standort noch einmal gesteigert", sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Investoren aus dem Ausland beabsichtigen nach seinen Angaben Mittel "in substanzieller dreistelliger Milliardenhöhe" in Deutschland einzusetzen. © dpa-infocom, dpa:260721-930-415648/1