Giftige Flüssigkeit: Ermittlungen nach Quecksilber-Fund in Umzugswagen

Datum21.07.2026 07:34

Quellewww.zeit.de

TLDRIm baden-württembergischen Reichenbach an der Fils wurde Quecksilber in einem Umzugswagen gefunden, was einen Großeinsatz auslöste. Acht Personen waren mit der giftigen Flüssigkeit und ihren Dämpfen in Kontakt gekommen und wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt die Herkunft des Quecksilbers. Eine Familie war betroffen, wusste aber nicht, woher die Substanz stammt. Bewohner wurden vorsorglich evakuiert, konnten aber zurückkehren. Quecksilber ist hochgiftig und kann schwere Gesundheitsschäden verursachen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Giftige Flüssigkeit“. Lesen Sie jetzt „Ermittlungen nach Quecksilber-Fund in Umzugswagen“. Nach dem Fund von Quecksilber in einem Umzugswagen im Landkreis Esslingen ermittelt nun die Polizei. Es solle geklärt werden, woher die giftige Flüssigkeit stamme, sagte ein Polizeisprecher. Der Fund hatte am Montag einen größeren Rettungseinsatz mitsamt Evakuierung in Reichenbach an der Fils ausgelöst.  Das Quecksilber sei bei einem Umzug einer Familie in einem Mietfahrzeug gefunden worden - auf einer Fläche von etwa zwei mal zwei Zentimetern. Acht Menschen seien mit der Flüssigkeit in Kontakt gekommen und hätten die Dämpfe eingeatmet, sagte der Leiter des Rettungsdienstes, Steffen Schütze.  Woher die Flüssigkeit stammte, blieb zunächst unklar. Der Familie seien keine Umzugsgegenstände bekannt, in denen sich das Quecksilber befunden haben könnte, erklärte der Einsatzleiter der Feuerwehr. Jetzt ermittelt die Polizei zu den Hintergründen.  Die Betroffenen seien vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden. Verletzt wurde von ihnen niemand, so die Polizei. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurden mehrere Wohneinheiten evakuiert. Die Bewohner konnten aber laut einem Sprecher dann wieder in ihre Häuser zurückkehren.  Quecksilber ist hochgiftig und kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen. Laut Schütze beginnen die Symptome bei Atemwegsbeschwerden und können bis zu einem Lungenödem führen. Dabei lagert sich Wasser in der Lunge ab. Um sich selbst zu schützen, trugen Feuerwehrleute teilweise Schutzanzüge.  In der Vergangenheit wurde das Schwermetall zum Beispiel in Batterien, Thermometern oder Leuchtstoffröhren verwendet. Besonders gefährlich ist das Einatmen der unsichtbaren Dämpfe. © dpa-infocom, dpa:260721-930-414711/1