Datum21.07.2026 06:01
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Rücktritt Jens Spahns als Fraktionsvorsitzender der Union löst Debatten über seinen Nachfolger aus, darunter Thorsten Frei, Alexander Dobrindt und Nina Warken. Ihre potenziellen neuen Ämter könnten zu einem Kabinettsumbau führen. Gleichzeitig steigen die Kosten für die stationäre Pflege erheblich an, während gesetzliche Leistungen gekürzt werden sollen. Eine private Pflegezusatzversicherung wird als mögliche Lösung für entstehende Lücken diskutiert.
InhaltIn der Union wird längst über den neuen Fraktionsvorsitz diskutiert – und über einen möglichen Kabinettsumbau. Und: Was eine private Pflegezusatzversicherung bringt. Noch ist nicht klar, wer neuer Fraktionsvorsitzender der Union wird. Gehandelt werden unter anderem: Thorsten Frei, Kanzleramtschef (CDU), Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Alle drei würden einen Ministerposten frei machen – und damit einen Umbau des Kabinetts anstoßen. Spahn war am 18. Juli von dem Amt zurückgetreten. Grund war die Kritik an ihm, nachdem bekannt geworden war, dass er über eine Leihmutter in den USA Vater geworden ist. Als Fraktionschef im Bundestag war Spahn der wichtigste Mann im Machtgefüge der Union unterhalb der Kanzlerebene. Der Fraktionsvorsitz der Union wird traditionell mit dem CSU-Chef abgestimmt, das letzte Wort hatte der Bundeskanzler. Wer auf Spahn folgt und welche Herausforderungen auf den neuen Fraktionsvorsitzenden zukommen, erklärt Ferdinand Otto, Redakteur im Politikressort der ZEIT. Pflege im Heim kostet inzwischen im Schnitt 3.364 Euro im Monat, die die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem ersten Aufenthaltsjahr selbst anteilig zahlen müssen. Das sind monatlich 256 Euro mehr als 2025, und die geplante Pflegereform sieht vor, die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung drastisch zu kürzen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant unter anderem, den Anstieg des Zuschusses der Pflegeversicherung bei längeren Heimaufenthalten zeitlich zu strecken. Eine private Zusatzversicherung für die Pflege kann sinnvoll sein, wenn die eigene Rente, das Vermögen und die Leistungen der Pflegekasse eine mögliche Lücke nicht schließen würden. Für wen lohnt es sich, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen? Dazu hat die ZEIT-Wirtschaftsredakteurin Tina Groll recherchiert. Und sonst so? WM-Babys Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Lisa Pausch und Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.