Umwelt: Grün und schnell wachsend - die Wasserpest

Datum21.07.2026 04:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii), aus Nordamerika stammend, breitet sich rasant in hessischen und rheinland-pfälzischen Gewässern aus. Als invasive Art verdrängt sie einheimische Pflanzen und die Kanadische Wasserpest. Ihr hohes Regenerationspotenzial ermöglicht schnelles Wachstum aus kleinsten Resten. Die Ausbreitung erfolgt vegetativ, oft durch Verschleppung. Dichte Bestände können die Biodiversität beeinträchtigen, indem sie andere Pflanzen überwuchern und Planktonalgen reduzieren, was sich auf Nahrungsketten auswirkt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Umwelt“. Lesen Sie jetzt „Grün und schnell wachsend - die Wasserpest“. Recht weit verbreitet ist in Gewässern in Hessen und Rheinland-Pfalz vor allem die Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii). Sie kommt ursprünglich aus Nordamerika, wie aus dem Artensteckbrief des Regierungspräsidiums (RP) Gießen hervorgeht. Und sie kann binnen kurzer Zeit dichte Bestände bilden, aus kleinen Resten können schnell wieder neue Pflanzen wachsen. Das RP spricht von einem "großen Regenerationspotenzial".  Seit 2017 gilt Elodea nuttallii laut einer EU-Verordnung als "invasive Art mit unionsweiter Bedeutung". Dem Landesamt für Umwelt (LfU) Rheinland-Pfalz zufolge hat sie die ursprünglich aus Kanada eingeschleppte und hierzulande zunächst noch häufiger vorkommende Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) größtenteils verdrängt. Elodea nuttallii sei insgesamt anpassungsfähiger, erklärte das LfU.  Die Schmalblättrige Wasserpest mit ihren bis zu einem Zentimeter langen zugespitzten Blättern und bis zu drei Metern langen Stägeln verbreitet sich vegetativ, wie es im Fachjargon heißt - also auch, indem Reste von ihr von Booten oder auch Vögeln in andere Gewässer oder Gewässerbereiche verschleppt werden.  In dichten Beständen kann die Wasserpest andere Pflanzen überwuchern und so einheimische Arten verdrängen. Außerdem könne sie zu einem Rückgang von Planktonalgen führen und damit Nahrungsketten beeinflussen, erklärt das RP weiter. Das kann zum Beispiel Folgen für Wasserflöhe haben, die Plankton fressen. © dpa-infocom, dpa:260721-930-414297/1