Datum21.07.2026 04:36
Quellewww.spiegel.de
TLDRBei einem Umzug in Baden-Württemberg entdeckte eine Familie Quecksilber in ihrem Mietfahrzeug. Dies führte zur Evakuierung von Wohnungen und zur Einweisung von acht Personen ins Krankenhaus zur Untersuchung. Das hochgiftige Schwermetall, dessen Herkunft unklar ist, wurde vorsorglich von der Feuerwehr in Schutzanzügen geborgen. Quecksilberdämpfe sind hochtoxisch und können langfristig schwere Gesundheitsschäden verursachen.
InhaltBei einem Umzug entdeckt eine Familie eine verdächtige Flüssigkeit in ihrem Mietwagen. Die Folge: Wohnungen werden evakuiert, acht Menschen müssen zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Der Umzug einer Familie in Baden-Württemberg hat einen Rettungseinsatz samt Evakuierung ausgelöst. Der Grund: In einem angemieteten Fahrzeug wurde eine verdächtige Flüssigkeit entdeckt. Wie sich wenig später herausstellte, handelte es sich um Quecksilber. Das bestätigte der Einsatzleiter der Feuerwehr. Quecksilber ist ein Schwermetall und hochgiftig. Vorsorglich seien acht Menschen zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurden mehrere Wohneinheiten evakuiert. Die Bewohner konnten aber den Angaben zufolge dann wieder in ihre Häuser zurückkehren. Feuerwehrleute trugen bei dem Einsatz in Reichenbach an der Fils im Landkreis Esslingen teilweise Schutzanzüge. Das Quecksilber sei in dem Fahrzeug auf einer Fläche von etwa zwei mal zwei Zentimetern gefunden worden, hieß es. Wo die giftige Flüssigkeit herkam, blieb unklar. Quecksilber kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen. In der Vergangenheit wurde das Schwermetall zum Beispiel in Batterien, Thermometern oder Leuchtstoffröhren verwendet. Besonders gefährlich ist das Einatmen der unsichtbaren Dämpfe. Sie wirken laut Umweltbundesamt hochtoxisch auf das zentrale Nervensystem und die Nieren. Das Schwermetall schmilzt unter Normaldruck bereits bei minus 39 Grad und ist daher in elementarer Form bei den üblichen Temperaturen flüssig. Früher wurde es häufig in Thermometern verwendet – wegen seiner Toxizität wird es heute jedoch durch andere Substanzen ersetzt.