Übergriffe auf dem Platz: Fifa ermittelt gegen Argentinien wegen Tätlichkeiten nach WM-Finale

Datum21.07.2026 01:11

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Fifa hat eine Untersuchung gegen Argentinien wegen Tätlichkeiten nach dem WM-Finale eingeleitet. Spieler wie Leandro Paredes und Co-Trainer Roberto Ayala sollen Gegenspieler angegriffen haben. Medienberichten zufolge gab es dabei auch Neckereien und Schubser. Experten kritisierten Argentiniens ruppige Spielweise, während Spanien als verdienter Weltmeister gilt.

InhaltEs waren hässliche Szenen: Unmittelbar nach ihrer Niederlage im WM-Finale gingen Argentinier mehrere spanische Gegenspieler an. Das hat nun ein Nachspiel. Wegen der Vorfälle nach dem Ende des WM-Endspiels zwischen Spanien und Argentinien hat der Fußball-Weltverband Fifa eine Untersuchung eingeleitet. Das Disziplinarkomitee habe entsprechende Schritte ergriffen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Mehrere internationale Medien zitieren aus dem Schriftstück, darunter die Nachrichtenagentur AP und der britische Sender Sky. Der Argentinier Leandro Paredes hatte sich nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien nach dem Abschluss der Verlängerung zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Er lief nach Abpfiff zunächst zu Eric García, griff ihm an den Hals und schubste ihn. Als Spaniens Gavi dazukam, packte er Gavis Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und stieß ihn zu Boden. Als Gavi aufstehen wollte, schubste er ihn erneut. Die Aktion sorgte für enorme Kritik (mehr dazu hier). Paredes sah daraufhin übereinstimmenden Medienberichten zufolge die Rote Karte. Auf der Website der Fifa zum Spiel  ist sie allerdings nicht aufgeführt. Nach Informationen des britischen Senders BBC  verwies die Fifa darauf, dass es in diesem Moment keine disziplinarischen Maßnahmen gegen Paredes gegeben habe. In der Fifa-Mitteilung wurde Paredes nicht namentlich genannt. Außer gegen ihn könnten sich die Ermittlungen auch gegen Nahuel Molina und Co-Trainer Roberto Ayala wegen möglichen Fehlverhaltens richten, wie Medien berichteten. Auf Videoaufnahmen  ist zu sehen, wie Ayala den Spanier Dani Olmo schlug. Nach dem ungleichen WM-Finale sind sich die Expertinnen und Experten einig, dass Spanien verdient Weltmeister geworden ist. Sie kritisieren Argentiniens destruktive Spielführung im Endspiel. Die Argentinier um Superstar Lionel Messi verzeichneten bis in die Schlussminuten keinen einzigen Torschuss und fielen hauptsächlich durch ruppiges Spiel auf. Enzo Fernández wurde in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einem heftigen Foul zum zweiten Mal verwarnt und vom Platz gestellt. Treten ist Silber, Fußball ist Gold: Mehr zum Auftritt der Argentinier im WM-Finale erfahren Sie hier .