Datum20.07.2026 20:54
Quellewww.zeit.de
TLDREin US-Gericht hat die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount vorerst gestoppt. Zwölf Bundesstaaten hatten geklagt und argumentieren, die Fusion für 111 Milliarden Dollar führe zu höheren Preisen und geringerer Qualität. Richterin Aracelí Martínez-Olguín sieht "ernsthafte Fragen" bezüglich des Wettbewerbs genannt und setzte eine Anhörung an. Die US-Regierung hatte die Übernahme ohne Auflagen genehmigt, doch Kritiker fürchten um die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN.
InhaltParamount will den Warner-Medienkonzern für 111 Milliarden Dollar übernehmen. Zwölf Bundesstaaten klagten dagegen, ein Gericht sieht ihre Bedenken als berechtigt an. Ein Bundesgericht in Kalifornien hat die geplante Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramound Skydance vorübergehend gestoppt. Richterin Aracelí Martínez-Olguín untersagte es den beiden Konzernen für vorerst 14 Tage, das Geschäft abzuschließen. Für den 3. August setzte sie eine Anhörung an. Gegen die Fusion hatten Kalifornien und elf weitere von Demokraten regierte Bundesstaaten geklagt. Sie argumentieren, dass die Übernahme zu "höheren Preisen, geringerer Qualität und weniger Inhalten" für das Publikum führen werde. Die Richterin teilte mit, die Bundesstaaten hätten "ernsthafte Fragen" zu den Folgen des Geschäfts für den Wettbewerb aufgeworfen. Zudem machte sie deutlich, dass die Bundesstaaten mit ihrer Klage Erfolg haben könnten. Die klagenden Staaten berufen sich auf ein US-Bundesgesetz, das Fusionen untersagt, wenn sie den Wettbewerb erheblich verringern können. Die US-Regierung hatte die Übernahme, die auch den Nachrichtensender CNN umfasst, im Juni ohne Auflagen genehmigt. Das US-Justizministerium erwartet nach eigener Angabe keine Wettbewerbsverzerrung. Das geplante Geschäft hat ein Volumen von rund 111 Milliarden Dollar (rund 97 Milliarden Euro). Die Übernahme könnte auch politische Folgen haben. Paramount-Chef David Ellison und dessen Vater, der Milliardär und Gründer des Oracle-Softwarekonzerns, Larry Ellisson, sind Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Kritiker der Fusion fürchten, die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN könne unter der Übernahme leiden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.