Datum20.07.2026 17:16
Quellewww.zeit.de
TLDREin 72-jähriger Helfer starb nach einem Tigerangriff bei Leipzig. Die Obduktion ergab, dass seine schweren Bissverletzungen kausal mit seinem Tod zusammenhängen. Der Tiger wurde erschossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Besitzerin wegen fahrlässiger Tötung. Sechs weitere Tiger wurden in eine spanische Auffangstation gebracht, da das Gelände als zu klein eingestuft wurde.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Notfälle“. Lesen Sie jetzt „Obduktionsergebnis: Helfer starb durch Tiger-Angriff“. Der Tod eines Mannes nach einem Tiger-Ausbruch bei Leipzig ist auf die schweren Verletzungen zurückzuführen, die der 72-Jährige bei der Attacke der Raubkatze erlitten hatte. Das hat die Obduktion des Toten ergeben, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilte. Zuvor hatte der MDR berichtet. Laut dem vorläufigen Gutachten bestehe "aus rechtsmedizinischer Sicht ein kausaler Zusammenhang zwischen den Tigerbissverletzungen und dem Versterben des Geschädigten", so die Staatsanwaltschaft. Der Pfleger starb demnach an den zahlreichen Verletzungen, die ihm der Tiger am 17. Mai zugefügt hatte. Das entlaufene Tier war von der Polizei erschossen worden. Der Mann war am 10. Juli im Krankenhaus gestorben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte er die ganze Zeit nicht vernommen werden können. Bei dem 72-Jährigen handelte es sich um den Helfer der Besitzerin des Tigers, einer ehemaligen Dompteurin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Frau wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassung. In der Anlage hatten noch acht weitere Raubkatzen gelebt. Nach wochenlangen Diskussionen wurden sechs Tiere inzwischen in eine Auffangstation nach Spanien gebracht, weil das Areal nach Auffassung des zuständigen Landratsamtes Nordsachsen für die Anzahl der Tiger zu klein war. © dpa-infocom, dpa:260720-930-413134/1