Nahost: Chalil al-Haja wird neuer Anführer der Hamas

Datum20.07.2026 13:50

Quellewww.zeit.de

TLDRChalil al-Haja ist nach einer internen Wahl zum neuen Anführer der Hamas ernannt worden. Zuvor leitete ein fünfköpfiger Rat die Organisation, dem auch al-Haja angehörte. Er ist Unterhändler für Friedensverhandlungen und lebt größtenteils in Katar, obwohl er ein Ziel eines fehlgeschlagenen israelischen Angriffs auf die Hamas-Führung in Doha war. Vier seiner Söhne wurden getötet. Trotz einer Waffenruhe seit Oktober 2025 gibt es anhaltende Konflikte. Die Entwaffnung der Hamas, Teil eines US-Friedensplans, wurde nicht umgesetzt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nahost“. Lesen Sie jetzt „Chalil al-Haja wird neuer Anführer der Hamas“. Chalil al-Haja ist nach Angaben der Hamas neuer Chef der Islamistenorganisation. Zuvor gab es eine interne Wahl über den Posten innerhalb der Terrororganisation. Seit Israels Tötung von Jihia al-Sinwar im Oktober 2024 wurde die Hamas von einem fünfköpfigen Führungsrat geleitet, dem auch al-Haja angehörte. Er ist auch Unterhändler bei den Verhandlungen über eine dauerhafte Friedensregelung für den Gazastreifen.  Al-Haja, geboren im Gazastreifen, hält sich die meiste Zeit in Katar auf. Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der Hamas in der dortigen Hauptstadt Doha anzugreifen - al-Haja war dabei Berichten zufolge ein Ziel. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke jedoch fehl. Vier seiner Söhne wurden bei israelischen Angriffen getötet, darunter einer bei dem Angriff in Doha. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eine Waffenruhe, de facto kommt es aber immer wieder zu tödlichen Angriffen oder Konfrontationen. Die im Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas ist bisher nicht umgesetzt worden. Israel kontrolliert weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens. Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe aber, ihre Herrschaft in dem von ihr weiterhin kontrollierten Gebiet in Gaza wieder zu festigen. © dpa-infocom, dpa:260720-930-411847/1