Datum20.07.2026 10:42
Quellewww.spiegel.de
TLDREin 15-Jähriger in Bayern wurde angeklagt, weil er einen Anschlag auf eine Synagoge geplant haben soll. Ihm werden schwere staatsgefährdende Gewalttaten und der Umgang mit Sprengstoffen vorgeworfen. Er soll pyrotechnische Gegenstände gesammelt und Ende Oktober 2023 durch eine Explosion eigene Finger verletzt haben. Der Jugendliche sympathisierte angeblich mit dem IS.
InhaltOffenbar hortete er Pyrotechnik und sympathisierte mit dem "Islamischen Staat": Ein 15-Jähriger ist in Bayern wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat angeklagt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat einen 15 Jahre alten Terrorverdächtigen angeklagt, der unter anderem einen Anschlag auf eine Synagoge geplant haben soll. Dem Beschuldigten werden unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, vorsätzlicher unerlaubter Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Behörde mit. Die Anklage erfolgte zum Jugendschöffengericht am Amtsgericht Augsburg. Zuvor hatte die "Augsburger Allgemeine" berichtet. Der Jugendliche sitzt in Untersuchungshaft. Er soll eine große Menge an pyrotechnischen Gegenständen aufbewahrt haben, um damit einen Anschlag insbesondere auf eine Synagoge zu begehen, hatte die Generalstaatsanwaltschaft im vergangenen Monat mitgeteilt. Ende Oktober 2025 soll er auch schon eine Explosion herbeigeführt haben. Nach Angaben der "Augsburger Allgemeinen" hatte sich der Teenager aus dem Landkreis Augsburg damals zwei Finger mit einer selbst gebastelten Kugelbombe weggesprengt, ein Freund sei leicht verletzt worden. Die Ermittlungen liefen bereits seit dem vergangenen Herbst. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt für den Jugendlichen die Unschuldsvermutung. Der Verteidiger des 15-Jährigen wies den Vorwurf eines geplanten Anschlags bisher zurück. Nach früheren Angaben der Generalstaatsanwaltschaft soll der Jugendliche mit der Terrorvereinigung "Islamischer Staat" (IS) sympathisiert haben.