Datum20.07.2026 06:38
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Krankenstand in Deutschland ist im ersten Halbjahr leicht gesunken, wie die DAK-Gesundheit meldet. Erwerbstätige fehlten durchschnittlich 9,6 Tage, verglichen mit 9,9 Tagen im Vorjahreszeitraum. Psychische Erkrankungen sind die Hauptursache für Fehlzeiten, während Atemwegsinfekte deutlich zurückgegangen sind. Angesichts der anhaltend hohen Zahlen psychischer Erkrankungen besteht jedoch weiterhin Handlungsbedarf, insbesondere bei Langzeiterkrankungen.
InhaltKrankheitsausfälle im Job sind nach einer Auswertung der DAK-Gesundheit in der ersten Jahreshälfte zurückgegangen. Die meisten fehlen wegen psychischer Probleme. Bis einschließlich Juni sind Krankheitsausfälle bei der Arbeit in diesem Jahr zurückgegangen. Nach einer Auswertung von eigenen Versicherungsdaten der Krankenkasse DAK-Gesundheit waren Erwerbstätige 9,6 Tage arbeitsunfähig geschrieben. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 9,9 Tage gewesen. Die häufigste Ursache für Fehlzeiten waren demnach psychische Erkrankungen, während es bei Atemwegsinfekten eine deutliche Abnahme gab. Kassenchef Andreas Storm sagte: "Der leichte Rückgang beim Krankenstand ist erfreulich." Handlungsbedarf bestehe vor allem bei der großen Zahl von Langzeiterkrankungen mit vielen Fehltagen. Der Krankenstand sank der DAK-Auswertung zufolge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 von 5,4 Prozent auf 5,3 Prozent. An jedem Tag von Januar bis Ende Juni waren also im Schnitt 53 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Für die Analyse wertete das Berliner Iges-Institut den Angaben zufolge Daten von rund 2,2 Millionen Erwerbstätigen aus, die bei der Kasse versichert sind. Vorrangige Ursache für Krankschreibungen waren mit einem Plus von neun Prozent psychische Erkrankungen wie Depressionen mit 184 Fehltagen je 100 Versicherten. Bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe, die im ersten Halbjahr 2025 an der Spitze gelegen hatten, gab es ein Minus von 21 Prozent auf 175 Fehltage je 100 Versicherte. Damals waren die Fehltage wegen einer Erkältungswelle im Januar und Februar deutlich hochgegangen. Dritthäufigste Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit waren nun Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen mit 174 Fehltagen je 100 Versicherten.