Bundesagentur für Arbeit: Gehälter in Deutschland haben im vergangenen Jahr zugenommen

Datum20.07.2026 05:16

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Bruttogehaltsmedianentgelt in Deutschland stieg 2025 um 5,1% auf 4.217 Euro, stärker als die Inflation (2,2%). Hamburg, Baden-Württemberg und Hessen führen die Gehaltsstatistik an, während Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt am Ende liegen. Der Gender-Pay-Gap verringerte sich leicht auf 309 Euro, bedingt durch unterschiedliche Berufsfelder und Karrierepausen. Bildung und Qualifikation spielen eine entscheidende Rolle bei der Verdiensthöhe.

InhaltLaut der Bundesagentur für Arbeit ist 2025 das Bruttogehalt der Deutschen im Mittel stärker gestiegen als die Inflation. Es gibt jedoch klare regionale Unterschiede. Die Gehälter in Deutschland haben im vergangenen Jahr zugenommen. Das sogenannte Medianentgelt für einen Vollzeitbeschäftigten sei um 5,1 Prozent oder 203 Euro auf 4.217 Euro brutto monatlich gestiegen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Die Inflationsrate lag 2025 bei durchschnittlich 2,2 Prozent. Bei dem Medianentgelt handelt es sich um einen Mittelwert, bei dem genauso viele Vollzeitbeschäftigte gemessen an ihrem Verdienst darüber liegen wie darunter. Gegenüber einem einfachen Durchschnitt hat die Berechnung des Median den Vorteil, dass etwa die Spitzenverdienste von Milliardären das Gefüge nicht deutlich nach oben verzerren. Trotz der Zunahme gibt es weiterhin deutliche regionale Unterschiede. Nach Bundesländern betrachtet wurde im vergangenen Jahr erneut in Hamburg mit 4.768 Euro im Median am meisten verdient. Danach folgen Baden-Württemberg (4.546 Euro) und Hessen (4.530 Euro). In Mecklenburg-Vorpommern (3.497 Euro), Thüringen (3.508 Euro) und Sachsen-Anhalt (3.563 Euro) ist der Median dagegen am geringsten gewesen. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern lag 2025 bei 309 Euro und war damit etwas geringer als zuvor. Der sogenannte Gender-Pay-Gap schmolz im Vergleich zu 2024 um insgesamt 37 Euro. Grund für die weiterhin bestehenden Unterschiede sind laut der Bundesagentur vor allem unterschiedliche Berufsfelder von Frauen und Männern und Karrierepausen aufgrund familiärer Entwicklungen, die vor allem Frauen treffen. Der Verdienst hängt zudem in hohem Maße auch von Bildung und Qualifikation ab, wie die Bundesagentur mitteilte. Während Menschen ohne Berufsabschluss im Mittel 3.133 Euro erzielten, lag das Medianentgelt bei Vollzeitbeschäftigten mit anerkanntem Berufsabschluss bei 4.069 Euro. Für Akademikerinnen und Akademiker wird im Mittel dagegen ein Wert von 6.146 Euro ausgewiesen.