Nach Rücktritt von Spahn: Brandenburgs CDU sieht Spahns Rücktritt als Chance

Datum20.07.2026 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef wird von der Brandenburger CDU als Chance für einen Neuanfang gesehen. Sebastian Steineke, Chef der Brandenburger CDU-Landesgruppe, bedauert Spahns Entscheidung, sieht darin aber eine Möglichkeit zur Neuaufstellung der Fraktion. Spahn trat nach Kritik wegen der Adoption seiner Kinder durch eine Leihmutter in den USA zurück, obwohl die CDU Leihmutterschaft ablehnt. Die Brandenburger CDU dankt Spahn für die Zusammenarbeit und will den Neuanfang zügig gestalten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Rücktritt von Spahn“. Lesen Sie jetzt „Brandenburgs CDU sieht Spahns Rücktritt als Chance“. Der Chef der Brandenburger CDU-Landesgruppe im Bundestag, Sebastian Steineke, hält den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn für eine Chance für die Union. "Ich sehe keinen Schaden für die Fraktion. Der Rückzug von Jens Spahn bietet jetzt die Möglichkeit für eine Neuaufstellung", sagte der CDU-Abgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. "Diese Chance sollten wir nutzen." Nach wachsendem Druck war Spahn als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten. Er war in Kritik geraten, weil er und sein Mann Daniel Funke Eltern mit Hilfe einer Leihmutter in den USA geworden waren. Eine Leihmutterschaft in Deutschland ist verboten. Die CDU spricht sich gegen eine Legalisierung aus, so wie das Spahn in der Vergangenheit auch selbst getan hatte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die Nachfolge von Spahn schnell klären. Der Vorsitzende der Brandenburger CDU-Abgeordneten hält den Rücktritt für einen notwendigen Schritt. "Unser Respekt gilt dieser Entscheidung. Sie war leider unumgänglich", sagte Steineke. "Jetzt geht es darum, den Neuanfang zügig und gut zu gestalten." Spahn gelte der Dank der Brandenburger CDU-Abgeordneten für eine gute Zusammenarbeit, gerade auch bei ostdeutschen und Brandenburger Themen wie dem Gesetz zur Stromversorgung oder der PCK-Raffinerie in Schwedt/Oder. Brandenburgs CDU-Landeschef Jan Redmann hatte Spahn für den Rücktritt Respekt gezollt und erklärt, dass manche Kritik Maß und Mitte verloren habe. Redmann geht wie Spahn offen mit seiner Homosexualität um. Er hatte vor einigen Jahren über die Beziehung zu seinem Mann gesprochen und in diesem Jahr von seiner Tochter berichtet. © dpa-infocom, dpa:260720-930-409736/1