Fußball-WM 2026: Donald Trump und Gianni Infantino von Publikum ausgepfiffen

Datum20.07.2026 04:27

Quellewww.zeit.de

TLDRBei der Siegerehrung der Fußball-WM buhte das Publikum Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino aus. Trump blieb nach der Pokalübergabe an Spanien auf der Bühne für Fotos. Er zeigte sich zufrieden mit der WM und kündigte eine erneute US-Kandidatur an. Die WM war von politischen Kontroversen überschattet, an denen Trump selbst beteiligt war, als er sich in eine Spielersperre einmischte.

InhaltNach dem Finale haben Fans den US-Präsidenten und den Fifa-Chef ausgebuht. Donald Trump störte das offenbar nicht – er blieb für das spanische Siegerfoto auf der Bühne. Nach dem Finalspiel der Fußball-WM zwischen Spanien und Argentinien sind US-Präsident Donald Trump und Fifa-Chef Gianni Infantino von Teilen des Publikums ausgepfiffen worden. Als beide den Rasen des Stadions betraten, um den goldenen WM-Pokal an das spanische Team zu überreichen, waren trotz der Musik im Stadion und des Lärms deutliche Buhrufe zu hören. Kurz darauf verewigte sich der US-Präsident zudem auf dem Siegerfoto der spanischen Nationalmannschaft. Nach der Überreichung des Pokals unterhielt er sich mit spanischen Spielern und blieb dann einfach auf dem Podest stehen. Im goldenen Konfettiregen schaute Trump den feiernden Spaniern dann etwas zu, ehe er mit Infantino die Bühne verließ. Schon bei der Club-WM im vorigen Sommer hatte Trump nach dem Finalsieg des FC Chelsea über Paris Saint-Germain bei der Siegerehrung für Verwirrung gesorgt. Als der Kapitän den Pokal in den Händen hielt, blieb Trump einfach auf der Bühne. Der Spieler schaute den US-Präsidenten fragend an und reckte die Trophäe schließlich in die Höhe, während Trump inmitten des Teams blieb. Für den US-Präsidenten war das Finalspiel der erste Stadionbesuch bei dieser WM. Kurz vor der Partie hat er dennoch eine positive Bilanz gezogen. "Wir müssen das wiederholen, und zwar, solange ich noch da bin. Hörst du das, Gianni", sagte der Präsident bei einem Interview in Richtung von Infantino. Schon vor ein paar Tagen hatte Trump eine erneute WM-Kandidatur der USA angekündigt, aber hinzugefügt: "Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada außen vor." Die Weltmeisterschaft war von mehreren politischen Kontroversen geprägt. Dazu gehören unter anderem die Einreiseverweigerung für einen somalischen Schiedsrichter und dem Umgang mit der iranischen Mannschaft. Am größten Skandal war Trump selbst beteiligt: Er hatte Infantino in einem Telefonat aufgefordert, die Spielsperre für den US-Fußballer Folarin Balogun nach einer roten Karte zu überprüfen, woraufhin der Verband dem Spieler die Spielgenehmigung erteilte.