Messerattacke: Unbekannter verletzt Gäste auf Dorffest - und entkommt

Datum20.07.2026 02:00

Quellewww.zeit.de

TLDRBei einem Dorffest in Egling kam es zu einer Messerattacke, bei der acht Personen verletzt wurden. Ein unbekannter Täter attackierte einen 16-Jährigen und schlug einen 24-Jährigen nieder. Weitere Verletzungen entstanden durch Schlägereien. Der Täter, ein 1,80-1,90m großer Mann mit dunklen Haaren, konnte flüchten. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und befragt Zeugen. Die Stimmung auf der Feier war aufgeheizt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Messerattacke“. Lesen Sie jetzt „Unbekannter verletzt Gäste auf Dorffest - und entkommt“. Nach der Gewalttat auf einem Dorffest in Egling im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit acht Verletzten sucht die Polizei weiter nach einem Täter. Der Mann hatte einen 16-Jährigen mit einem Messer attackiert und verletzt. Zuvor hatte er einen 24-jährigen Bekannten des Jugendlichen niedergeschlagen. Sechs weitere Personen seien an dem Abend verletzt worden - durch anderweitige Schlägereien auf dem Gelände. Der Messerangreifer konnte in der Menge verschwinden – rund 700 Menschen hatten auf der vom örtlichen Burschenverein organisierten Blauliachd-Party gefeiert. Insgesamt acht Menschen mussten laut Polizei medizinisch versorgt und teils in Krankenhäuser gebracht werden.  Was trieb den Täter an? Gab es vorher Streit? War Alkohol im Spiel? Hatte er es gezielt auf bestimmte Menschen abgesehen? Und: Wozu hatte der Unbekannte ein Messer dabei? Viele Fragen sind offen. Die Polizei ermittelt wegen teils gefährlicher Körperverletzungen. Die Beamten wollen Videoaufnahmen auswerten und Besucher als Zeugen befragen. Der Flüchtige wurde laut Polizei von Zeugen als 1,80 bis 1,90 Meter großer Mann mit schmaler Statur und kurzen dunklen Haaren beschrieben. Den Angaben zufolge trug er eine graue Fleecejacke und Jeans. Über das Alter konnte demnach zunächst niemand Angaben machen. Mehr will die Polizeiinspektion Wolfratshausen am Montag mitteilen. Die Stimmung soll am späten Samstagabend aufgeheizt gewesen sein. Die Polizei wurde gegen 23.45 Uhr alarmiert. Bei der Auflösung der Veranstaltung hätten die Beamten teils unmittelbaren Zwang anwenden müssen. Sie hätten einige Partygäste in Gewahrsam nehmen oder sogar fesseln müssen, berichtete die Polizei. Der Vorsitzende des Burschenvereins und Hauptorganisator der Blauliachd-Party, Simon Raß, hatte sich in Medien schockiert geäußert. Es sei stets ein gemütliches Fest gewesen, sagte er der Mediengruppe "Münchner Merkur/tz". Nun scheint offen, ob es ein weiteres Mal stattfinden wird. © dpa-infocom, dpa:260720-930-409302/1