Datum20.07.2026 01:40
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Donald Trump sorgte bei der Siegerehrung des WM-Finals für Aufsehen, indem er sich auf dem Siegerfoto der spanischen Mannschaft verewigte. Nach der Pokalübergabe verharrte er trotz einer Intervention von FIFA-Präsident Gianni Infantino noch auf der Bühne. Zuvor war Trump bei seinem ersten Stadionbesuch mit Pfiffen empfangen worden. Er hatte zuvor Einfluss auf die Aufhebung einer Sperre für den US-Spieler Balogun genommen und die erfolgreiche WM für eine erneute Bewerbung der USA als alleiniger Gastgeber ins Spiel gebracht.
InhaltDie große Trump-Show bleibt beim WM-Finale zunächst aus. Dann überreicht er den Spaniern den Pokal – und will gar nicht mehr gehen. Da hilft zunächst auch eine Intervention von Fifa-Präsident Gianni Infantino nicht. US-Präsident Donald Trump hat sich auf dem Siegerfoto der spanischen Fußball-Weltmeister verewigt. Der 80-Jährige blieb bei der Siegerehrung auf dem Podest stehen, nachdem er gemeinsam mit Fifa-Präsident Gianni Infantino Spaniens Kapitän Rodri den Goldpokal übergeben hatte. Während Infantino nach der Pokalübergabe wegging, stellte sich Trump an die linke Seite der feiernden Spieler. Infantino kam von der anderen Seite zum US-Präsidenten rübergelaufen und sagte ein paar Worte zu ihm. Es sah so aus, als wollte er ihn zum Gehen bewegen. Doch Trump verharrte noch ein paar Augenblicke, stand Seite an Seite mit den Spielern, als die ersten Siegerfotos geschossen wurden. Danach verließen die beiden die Bühne. Auch beim Sieg des FC Chelsea bei der Club-WM im Vorjahr war Trump auf dem Siegerfoto mit drauf. Damals stand er aber in der Mitte und nicht wie nun außen. Zusammen hatten sie nach dem spanischen 1:0 (0:0) nach Verlängerung über Titelverteidiger Argentinien im Finale der WM den Rasen betreten, um bei der Zeremonie im MetLife Stadium von East Rutherford die Preise zu übergeben. Als Trump den Rasen betrat, wurde er von Pfiffen begleitet. Im 104. und letzten Spiel des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada war er zum ersten Mal in einem Stadion aufgetaucht. In seiner Loge saß er zwischen Ehefrau Melania und Infantino. Bei der Siegerehrung hat sich Trump zurückhaltend gezeigt. Er verteilte Medaillen an die Schiedsrichter und Spieler, wich ganz offensichtlich nicht vom Protokoll ab. Auf lange Monologe oder sonstige extravagante Auftritte verzichtete Trump. Auch wenn er die Stadien über sechs Wochen gemieden hatte, durch den Skandal um die zurückgenommene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun war Trump lange präsent gewesen. Er hatte Infantino angerufen und um eine Überprüfung der Roten Karte gebeten. Die Disziplinarkommission des Weltverbands Fifa setzte die Sperre tatsächlich zur Bewährung aus. Es folgte ein Sturm der Entrüstung, Balogun kam im Achtelfinale gegen Belgien zum Einsatz, doch die USA verloren das Spiel deutlich (1:4). Bereits zwei Tage vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien hatte Trump im Trump Tower in New York seine Sicht auf die Fußball-WM verbreitet. "Ich dachte, wir seien kein Fußball-Land. Es stellte sich heraus, dass wir eines sind. Ich glaube, das wird so bleiben", sagte Trump und sprach direkt die nächste Bewerbung für das Großereignis aus. "Diese WM war so erfolgreich, dass wir die USA einfach noch einmal auswählen sollten", sagte er: "Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada außen vor."