Datum19.07.2026 20:53
Quellewww.spiegel.de
TLDRChristopher Nolans "Odyssee" erzielte am Eröffnungswochenende weltweit 260 Millionen US-Dollar, übertraf damit frühere Erfolge und zahlte die Produktionskosten ein. Ein Staraufgebot und IMAX-Technik trugen zum kommerziellen Erfolg bei. Trotzdem bleibt die Einspielung hinter Blockbustern wie "Avengers: Endgame" zurück. In Nordamerika wurde das Ergebnis durch eine Altersbeschränkung nicht geschmälert und übertraf die Erwartungen des Studios.
InhaltEin großes Staraufgebot und eine riesige Werbekampagne machen sich bei Christopher Nolans Verfilmung von Homers Geschichte bezahlt. Die Produktionskosten sind schon eingespielt, das Marketingbudget nicht. Am Eröffnungswochenende hat das Heldenepos "The Odyssee" weltweit $264 Millionen US-Dollar eingespielt, umgerechnet 231 Millionen Euro. Damit landet der Film mit Abstand auf Platz eins der aktuellen Filme und schlägt auch Christopher Nolans vorherigen Erfolge wie "Oppenheimer" (174 Millionen in 2023), "The Dark Knight Rises" (249 Millionen US-Dollar in 2012) und "The Dark Knight" (198 Millionen US-Dollar in 2008). Der kommerzielle Erfolg kommt nicht von ungefähr. Zur Verfilmung einer der bekanntesten Geschichten aller Zeiten hatte der Regisseur ein großes Staraufgebot verpflichtet. Mit dabei sind Matt Damon, Anne Hathaway, Tom Holland, Robert Pattinson, Zendaya, Charlize Theron, Lupita Nyong’o, Elliot Page und Samantha Morton, die zurzeit alles tun, um den Film zu bewerben. Gleichzeitig hatte Nolan die Filmenthusiasten im Blick, für die er mit Imax-Kameras ein technisch hochwertiges Filmspektakel produziert hat. Zwar haben nur wenige Kinos die Technik für die volle Detailfülle, laut Medienberichten sind diese Vorführungen aber bereits auf Wochen ausverkauft. Der technische Aufwand ließ das Budget auf 250 Millionen Dollar ansteigen, die nun bereits wieder eingespielt sind. Dazu kommen aber noch mal 125 Millionen Dollar Marketing-Budget. Der Film ist noch weit entfernt von einem Rekord – "Avengers: Endgame" spielte 2019 bereits zum Start 1,2 Milliarden Dollar ein. Doch seit Beginn der Coronapandemie hatten Kinos Probleme, an die alten Umsätze anzuschließen. In Nordamerika wurde das Wochenend-Einspielergebnis für "Die Odyssee" auf über 124 Millionen US-Dollar geschätzt. Das ist im laufenden Jahr das beste Ergebnis für einen Realfilm, nur übertroffen von dem Kinostart der Animationsfilme "Toy Story 5" (159 Millionen US-Dollar) und "Der Super Mario Galaxy Film" (131 Millionen US-Dollar). Das Studio Universal Pictures habe für "Die Odyssee" in Nordamerika zunächst Start-Einnahmen um die 80 bis 100 Millionen Dollar anvisiert, berichteten US-Medien. Das deutlich höhere Ergebnis ist umso beeindruckender, weil der Film in den USA unter eine strikte Altersbeschränkung fällt: Jugendliche unter 17 Jahren dürfen den Film nur in Begleitung Erwachsener sehen. In Deutschland ist er bereits ab 12 Jahren freigegeben. Nolans "Odyssee" wurde schon vor dem Kinostart ordentlich runtergemotzt. Zu Unrecht. Der Film ist ein obsessives Männerdrama. Mit einem durch Selbsthass getriebenen Antihelden .