Datum19.07.2026 14:38
Quellewww.zeit.de
TLDRDer ZEIT-Wissen-Podcast beleuchtet die Grenzen des Humors. Protagonisten diskutieren, ob jeder Witz erlaubt ist, und betrachten historische und aktuelle Beispiele, von antiken Scherzen bis zu modernen Roast-Shows. Sie erörtern, wie Humor auflockern, kritisieren und Tabus brechen kann, aber auch verletzen oder Vorurteile verstärken. Die Diskussion betont, dass Humor kulturellen Kontext benötigt und eine pauschale Antwort auf die Frage nach Grenzen im Humor unmöglich ist.
InhaltHab dich nicht so – war doch nur Spaß. Oder? In diesem Streitgespräch nehmen wir Humor genau unter die Lupe: von antiken Furzwitzen über Kurt Tucholsky bis Dieter Nuhr. Ein cholerischer Küchenchef nennt unsere Host Johanna Michaels ständig "Yvonne" – so hieß die Mitarbeiterin vor ihr. Respektlos und ärgerlich. Ihre Freunde machen einen Witz draus, und plötzlich ist es ihr Spitzname, den sie liebt. In dieser Folge des ZEIT-Wissen-Podcasts diskutieren Johanna Michaels und Tobias Hürter die Frage: Darf man jeden Witz machen? Johanna sagt ja – mit Einschränkungen. Tobias sagt nein – es kommt auf die Funktion an. Gemeinsam erkunden sie, was Humor alles kann: Situationen auflockern, Kritik schärfen, Tabus brechen. Aber auch: ausgrenzen, verletzen, Vorurteile verstärken. Sie sprechen über Roasting-Shows, in denen alles erlaubt scheint, über Satire als Werkzeug gegen Mächtige – und darüber, wann Witze nach unten treten, statt nach oben zu schießen. Warum fürchten Autokraten den Humor? Was hat Freud über Witze gesagt? Und warum sind 4.000 Jahre alte mesopotamische Witze heute nicht mehr lustig? Eins steht fest: Witze sind nie nur Text, sondern brauchen immer Kontext. Und die Antwort auf die Frage "Darf man das?" ist nie ein simples Ja oder Nein.