Datum19.07.2026 11:54
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einem gewalttätigen Angriff in einem Regionalzug, bei dem ein Bahnmitarbeiter lebensgefährlich verletzt wurde, laufen die Ermittlungen weiter. Der 36-jährige Täter, der vorbestraft ist, wurde nach Ablehnung eines Haftbefehls auf freien Fuß gesetzt. Ungeklärt ist, weshalb sich die Zugtür öffnete und der 26-jährige Sicherheitsmitarbeiter aus dem fahrenden Zug stürzte. Ein technischer Sachverständiger soll die Ursache klären. Die Bahn unterstützt die Untersuchungen, und der Zug wurde beschlagnahmt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Haftbefehl abgelehnt“. Lesen Sie jetzt „Nach Angriff in Regionalzug: Ermittlungen gehen weiter“. Nach dem gewalttätigen Angriff auf einen Bahnmitarbeiter, der aus einem fahrenden Regionalzug stürzte und lebensgefährlich verletzt wurde, gehen die Ermittlungen weiter. Neue Erkenntnisse gebe es derzeit nicht, sagte ein Polizeisprecher. Der 26 Jahre alte Sicherheitsmitarbeiter war laut Staatsanwaltschaft mit einem weiteren Kollegen zu einer Ticketkontrolle am Freitagabend gerufen und von einem 36-Jährigen attackiert worden. Nach Schlägen und Tritten stürzte er demnach aus dem mit rund 120 Kilometern pro Stunde fahrenden Regionalzug in Richtung Karlsruhe und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Sein Zustand ist nach früheren Angaben stabil, aber weiterhin kritisch. Unklar ist weiterhin, warum sich während des Gerangels die Zugtür öffnete. Ein technischer Sachverständiger soll klären, weshalb die Tür nachgab. Nach bisherigen Erkenntnissen war sie während der Auseinandersetzung möglicherweise beschädigt worden, ohne dass dies bemerkt wurde. Der 36-Jährige, der wegen Gewaltdelikten vorbestraft ist und sich auf Bewährung befand, war nach der Tat zunächst festgenommen worden. Er soll mutmaßlich alkoholisiert gewesen sein. Das Amtsgericht Karlsruhe lehnte jedoch einen Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft wegen Körperverletzung ab. Der Mann wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Eine Begründung des Gerichts liegt bislang nicht vor. "Wir unterstützen die Ermittlungen mit allen Kräften", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Der Zug war nach dem Vorfall beschlagnahmt worden und soll untersucht werden. Laut Bahn läuft auf der Strecke wieder der normale Betrieb. © dpa-infocom, dpa:260719-930-406047/2