Datum19.07.2026 09:25
Quellewww.spiegel.de
TLDRFernsehkoch Johann Lafer leidet unter seiner Chemotherapie gegen Lymphdrüsenkrebs, besonders unter dem Verlust des Geschmacks. Trotz der Härte der Behandlung bewahrt er eine positive Einstellung und versucht, aktiv zu bleiben. Er hat seine Krankheit öffentlich gemacht, um Spekulationen entgegenzuwirken und anderen Mut zu machen. Lafer wünscht niemandem die Strapazen der Therapie.
InhaltFernsehkoch Lafer spricht über die Nebenwirkungen seiner Chemotherapie: Der Verlust des Geschmackssinns sei das Schlimmste. Doch er bewahrt sich eine Mut machende Einstellung. Fernsehkoch Johann Lafer hat über die Folgen seiner Krebstherapie gesprochen. Im Podcast "Rolling Pin Talks" sagte er, das Schlimmste sei nicht seine körperliche Verfassung: "Ich habe keinen Geschmack, kann nichts essen und habe offene Finger." Das sei "verdammt hart". Er wünsche das niemandem – egal ob Koch oder nicht. Im Mai hatte Lafer, der in Rheinland-Pfalz lebt, öffentlich gemacht, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Anfang des Jahres begann er mit der Chemotherapie. Heilbar sei der Krebs nicht, doch er könne eingedämmt werden, sagte er damals. Die Auswirkungen der Chemotherapie seien gravierend, es gebe bessere und schlechtere Phasen. Er habe schon einige Zyklen hinter sich und könne inzwischen abschätzen, wann schlechtere Tage kommen. Dann müsse er vieles absagen. Doch er versuche, eine gewisse Grundpräsenz aufrechtzuerhalten. "Ansonsten würde ich mich zu sehr in mein Schneckenhaus verkriechen." Es gehe ihm aber den Umständen entsprechend und er sei guten Willens und guten Mutes, sagte Lafer. Er versuche jeden Tag, Dinge bewusst wahrzunehmen. Mitleid wolle er nicht, sondern genommen werden, wie er sei. Seine Krankheit habe er öffentlich gemacht, weil es nach einem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten angesichts seines veränderten Aussehens sehr viele Spekulationen gegeben habe. Das Bekenntnis habe ihn befreit – vielleicht mache seine Geschichte auch anderen Menschen Mut, sagte Lafer.