Datum26.11.2025 15:05
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Bevölkerungsrückgang in Thüringen ist laut Olaf Zucht, Leiter der Serviceagentur Demografischer Wandel, kaum aufzuhalten. Auf der Thüringer Demografiekonferenz in Weimar betonte er die Notwendigkeit, die Entwicklung positiv zu begleiten, etwa durch familienfreundliche und weltoffene Maßnahmen. Thüringen leidet seit Jahren unter starkem Geburtenrückgang und wird voraussichtlich in den nächsten zwei Jahrzehnten rund 236.000 Einwohner verlieren. Zudem wurde das Thema Barrierefreiheit angesprochen, das sowohl ältere Menschen als auch junge Familien betrifft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konferenz in Weimar“. Lesen Sie jetzt „Experte: Bevölkerungsrückgang in Thüringen kaum aufzuhalten“. Der Bevölkerungsrückgang in Thüringen ist aus Sicht eines Experten kaum aufzuhalten. "Auf die Schnelle kann man da nichts machen", sagte der Leiter der Serviceagentur Demografischer Wandel, Olaf Zucht, am Rande der Thüringer Demografiekonferenz in Weimar. Man könne die Entwicklung nur positiv begleiten – etwa familienfreundlicher werden, aber auch weltoffener. "Weil wir auch auf Zuzug angewiesen sein werden." Thüringen hat seit längerem mit Geburten- und Bevölkerungsrückgang zu kämpfen. Erst im vergangenen Jahr war ein Geburtentief verzeichnet worden, für dieses Jahr erwartet das Statistische Landesamt einen neuen historischen Tiefstand. Die Geburtenrate brach so deutlich ein wie nirgendwo anders in Deutschland. Nach jüngsten Berechnungen des Landesamts verlieren Thüringens kreisangehörige Städte und Gemeinden in den nächsten 20 Jahren rund 236.000 Einwohner. Das sind 15 Prozent ihrer Bevölkerung. Auf der Konferenz im Weimar berieten Experten in diesem Jahr vor allem zum Thema Barrierefreiheit. "Der Abbau von Barrieren im Alltag betrifft viele", sagte Zucht. Nicht nur Älteren, sondern auch jungen Familien sei geholfen, wenn etwa der ÖPNV auch die letzten Meter abdecke. Der Geburtenrückgang könne auch positive Aspekte haben, sagte Zucht – etwa könne sich durch weniger Kinder in den Schulen auch der Lehrermangel entspannen. © dpa-infocom, dpa:251126-930-344192/1