Datum19.07.2026 07:32
Quellewww.spiegel.de
TLDRRussland hat Kiew in der Nacht massiv mit ballistischen Raketen angegriffen, was zu Explosionen, Bränden und Schäden in mehreren Stadtteilen führte. Mindestens ein Mensch wurde getötet und weitere verletzt. Dies geschah nach ukrainischen Angriffen auf russische Logistikzentren. Der ukrainische Präsident diskutiert Armeeführungswechsel nach Protesten gegen die Ablösung seines Verteidigungsministers.
InhaltIn der Nacht hat das russische Militär die ukrainische Hauptstadt massiv bombardiert. In mehreren Stadtteilen brannte es, auch in einem Supermarkt. Mindestens ein Mensch wurde getötet. Das russische Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kyjiw massiv mit ballistischen Raketen angegriffen. Mehrere Nachrichtenagenturen berichten von schweren Explosionen in der Nacht. Auch ein Supermarkt soll demnach unter den Zielen gewesen sein. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mehreren Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen. Mindestens sieben Menschen seien verletzt worden. Die Militärverwaltung der Hauptstadt sprach nach Angaben der Agenturen von mindestens einem Toten. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert. Am Tag zuvor hatte die Ukraine zwei Logistikzentren in Russland angegriffen. Dabei wurden mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende verletzt. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren fast täglich mit Raketen- und Drohnenangriffen. Die ukrainische Armee verstärkte zuletzt ihrerseits Drohnenangriffe auf Russland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte derweil auf Proteste gegen die Ablösung von Verteidigungsminister Mychailo Fedorow und deutete Veränderungen in der Armeeführung an. In ukrainischen Medien wurde über eine mögliche Entlassung des Armeechefs spekuliert. Fedorow war am Mittwoch im Zuge einer Regierungsumbildung zurückgetreten; am Samstag demonstrierten in Kyjiw nach Medienberichten zum dritten Tag in Folge zahlreiche Menschen gegen seine Ablösung.