Indien will laut Trump kein Öl mehr von Russland kaufen

Datum16.10.2025 07:32

Quellewww.spiegel.de

TLDRUS-Präsident Donald Trump berichtet, dass Indien unter Premier Modi einen Kaufstopp für russisches Erdöl zugesichert hat, um Druck auf Russland wegen des Kriegs in der Ukraine auszuüben. Trotz westlicher Sanktionen hatte Indien zuvor weiterhin Öl aus Russland bezogen. Trump betont, dass dieser Schritt entscheidend sei und die USA zudem China zu ähnlichen Maßnahmen bewegen wollen. Indiens Bestätigung des Kaufstopps steht noch aus, jedoch zeigt Modi Interesse an einer Verbesserung der Beziehungen zu den USA.

InhaltDer Druck der USA zeigt offenbar Wirkung: Indiens Premier Modi habe einen Kaufstopp für russisches Erdöl zugesichert, sagt US-Präsident Trump. Die Lieferungen würden bald vorbei sein. Indien kauft trotz westlicher Sanktionen weiterhin in großem Stil Öl aus Russland. US-Präsident Donald Trump belegte das Land mit Strafzöllen, nun lenkt der indische Premierminister Narendra Modi offenbar ein. Indien wolle künftig kein Öl mehr aus Russland beziehen, sagte Trump im Weißen Haus. Modi habe ihm versichert, dass das Land kein Öl mehr aus Russland kaufen werde. Mit ihren im August verhängten Strafzöllen auf Einfuhren aus Indien wollten die USA Indien zu diesem Schritt drängen. So soll Russland wirtschaftlich geschwächt und die Finanzierung des Kriegs in der Ukraine erschwert werden. Washington hatte der indischen Regierung zuletzt vorgeworfen, mit ihrem Kauf russischen Erdöls eine "Geldquelle für die russische Kriegsmaschinerie" zu sein. Die Energiegeschäfte sind für Russland eine wichtige Einnahmequelle. Seit Europa in weiten Teilen als Abnehmer ausfällt, hat Russland die Ölströme nach Indien und China umgeleitet – oft mithilfe maroder Tanker, die auch entlang deutscher Küsten fahren, der sogenannten Schattenflotte. Trump sagte, der verkündete indische Kaufstopp sei ein großer Schritt. "Das kann man nicht sofort tun. Es ist ein bisschen ein Prozess, aber der Prozess wird bald vorbei sein", fügte er hinzu. Nun gelte es, China dazu bringen, dasselbe zu tun. Die indische Regierung bestätigte die Aussagen Trumps laut Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht. Modi schien jedoch an einer Verbesserung der Beziehungen zu den USA interessiert, als er am Samstag den neuen US-Botschafter in Indien, den Trump-Verbündeten Sergio Gor, nur wenige Stunden nach dessen Ankunft in Neu-Delhi traf. Gor erklärte nach dem Treffen mit Modi, die US-Regierung schätze die Beziehungen mit Indien. Trump kam im Weißen Haus auch auf seine Beziehung zu Modi zu sprechen. Der indische Premier sei "ein großartiger Mann", sagte der US-Präsident. Er wolle Modis politische Karriere nicht zerstören. "Ich habe Indien seit Jahren beobachtet. Es ist ein unglaubliches Land und jedes Jahr gab es einen neuen Anführer." Sein "Freund" Modi stehe nun bereits sehr lange an der Spitze Indiens.