Endspiel in East Rutherford: Kein DFB-Vertreter beim WM-Finale

Datum18.07.2026 20:34

Quellewww.zeit.de

TLDRDFB-Präsident Bernd Neuendorf und Spitzenfunktionäre werden das WM-Finale nicht besuchen. Dies steht im Zusammenhang mit dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft. Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke, beide im FIFA-Council bzw. der UEFA-Exekutive, fehlen somit beim Endspiel. Stattdessen sprach der DFB mit Jürgen Klopp, der als Experte vor Ort sein wird.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Endspiel in East Rutherford“. Lesen Sie jetzt „Kein DFB-Vertreter beim WM-Finale“. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und die deutschen Fußball-Spitzenfunktionäre verzichten auf einen Besuch des WM-Endspiels. Wie der Deutsche Fußball-Bund auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wird kein Verbandsvertreter und somit auch nicht Neuendorf oder dessen Stellvertreter Hans-Joachim Watzke die Partie zwischen Argentinien und Spanien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in der riesigen Arena in East Rutherford verfolgen.  Neuendorf hätte als Mitglied des FIFA-Councils um Weltverbandschef Gianni Infantino einen reservierten Platz auf der Ehrentribüne. Watzke gehört als deutsches Mitglied der UEFA-Exekutive ebenfalls zum Führungszirkel der internationalen Fußball-Funktionäre. Das Top-Event zum Abschluss der XXL-WM, das auch US-Präsident Donald Trump als Ehrengast im Stadion verfolgt, ist ein Stelldichein der wichtigste Entscheider im Weltfußball.  Bereits nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft in der Zwischenrunde durch das 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay und der schnellen Rückkehr nach Deutschland hatte es vom DFB geheißen, dass Neuendorf keine WM-Spiele mehr besuchen werde. Dies gilt nun auch für das Finale. Gewöhnlich saßen mehrere Council-Mitglieder bei den Partien auf den VIP-Tribünen. In dieser Woche hatte der DFB bestätigt, dass er im Gegensatz zu der überragenden Mehrheit der nationalen Fußball-Verbände bisher kein Unterstützerschreiben für die angestrebte Wiederwahl von FIFA-Boss Infantino im März 2027 unterzeichnet hat. Neuendorf und Watzke waren in der Vorwoche nochmals nach New York geflogen - allerdings nicht um Fußball zu schauen, sondern um in einem Flughafenhotel mit Top-Kandidat Jürgen Klopp über das von allen Seiten erhoffte Engagement als Bundestrainer zu sprechen. Klopp wird im Gegensatz zum deutschen Fußball-Führungszirkel auch beim WM-Finale live dabei sein - als Experte von MagentaTV.  In Per Mertesacker trifft er dort auf einen ZDF-Kollegen, der als möglicher Kandidat für einen Posten rund um die Nationalmannschaft, zum Beispiel als DFB-Geschäftsführer, gilt. Mertesacker hatte bislang aus dem ZDF-Studio in Deutschland die WM analysiert, ist beim Finale aber mit seinem Kollegen Christoph Kramer in den USA dabei. © dpa-infocom, dpa:260718-930-405540/1