Datum18.07.2026 19:53
Quellewww.zeit.de
TLDREin 36-Jähriger wurde nach einem Angriff auf einen Bahnmitarbeiter, der aus einem fahrenden Zug stürzte und schwer verletzt wurde, freigelassen. Das Gericht lehnte den Haftbefehl ab. Der mutmaßliche Täter, alkoholisiert und vorbestraft, soll bei einer Fahrkartenkontrolle aggressiv geworden sein. Er soll einen Sicherheitsmitarbeiter geschlagen und getreten haben, was zu einem Sturz aus dem Zug führte. Die Ermittlungen dauern an.
InhaltEin Gericht hat den beantragten Haftbefehl gegen einen Fahrgast abgelehnt. Er soll einen Bahnmitarbeiter angegriffen haben, der daraufhin aus dem fahrenden Zug stürzte. Der nach dem Angriff auf einen Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn zeitweise festgenommene Mann ist wieder auf freiem Fuß. Das Amtsgericht lehnte den Erlass eines Haftbefehls ab, wie die Staatsanwaltschaft am Abend mitteilte. Der 36-Jährige ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen Gewaltdelikten vorbestraft und kam demnach nur auf Bewährung frei. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen war der Mann am Freitagabend auf der Strecke von Offenburg nach Karlsruhe kontrolliert worden. Zunächst sei es dabei zu einem verbalen Streit gekommen, weshalb zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn-Sicherheit hinzugezogen worden seien. Der 36-Jährige soll die beiden Sicherheitsmitarbeiter beleidigt haben. Er soll alkoholisiert gewesen sein. Er habe weder seine Personalien nennen noch den Zug verlassen wollen. Stattdessen habe er mit Fäusten auf einen der Bahnmitarbeiter eingeschlagen und ihn getreten. Während des Gerangels seien beide Beteiligte zu Boden gestürzt und mehrfach gegen die Tür gestoßen, die dabei – von den Beteiligten unbemerkt – beschädigt wurde und schließlich nachgab. Der 26-jährige Bahnmitarbeiter sei daraufhin auf Höhe von Ettlingen-Bruchhausen durch einen Spalt aus dem Zug gestürzt. Er befindet sich weiterhin schwer verletzt im Krankenhaus. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.