Datum18.07.2026 16:29
Quellewww.zeit.de
TLDRAuf dem AfD-Parteitag in Marl setzte sich Landeschef Vincentz im Machtkampf durch und sicherte sich mit seinen Anhängern die Mehrheit der Listenplätze für die Landtagswahl 2027. Der Streit mit der Parteispitze unter Alice Weidel, die ein rechts stehendes Lager unterstützt, blieb ohne Erfolg. Weidel-nahe Funktionäre verließen daraufhin den Saal. Vincentz führt die Liste an, die laut Umfragen weitgehend für den Einzug ins Parlament reichen könnte. Der NRW-Landesverband ist seit langem zwischen den Lagern Vincentz und Helferich/Tritschler gespalten.
InhaltWährend des Parteitags in Marl kam es zum offenen Streit zwischen der NRW-AfD und der Bundesspitze. Ein Einschreiten von Alice Weidel blieb ohne Erfolg. Der nordrhein-westfälische Landesschef der AfD, Martin Vincentz, hat beim Parteitag in Marl den innerparteilichen Machtkampf für sich entschieden. Der Parteitag sei beendet und es seien 82 Listenplätze vergeben worden, sagte ein Parteisprecher. Umfragen zufolge könnten mindestens die ersten 30 Plätze der Landesliste für ein Mandat nach der Landtagswahl 2027 reichen. Aus Parteikreisen hieß es, die allermeisten Plätze seien mit Unterstützern von Vincentz besetzt worden. Vincentz selbst kam auf Platz 1. Der NRW-Landesverband der AfD ist seit langem zerstritten. Er ist in ein verhältnismäßig gemäßigt auftretendes Lager um Vincentz und ein weit rechts stehendes Lager um Matthias Helferich und Sven Tritschler gespalten. Letztere sind Vertraute der AfD-Co-Chefin Alice Weidel. Das von ihr unterstütze Lager hatte den Saal am Freitag aus Protest verlassen, der Vizelandesvorsitzende Christian Zaum sprach von einem "Parteitag der Schande". Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.