Datum18.07.2026 14:25
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Rücktritt von Jens Spahn als Unions-Fraktionsvorsitzender löst Respekt in der Politik aus. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst bedauert Spahns Entscheidung, versteht sie aber angesichts der Leihmutterschaftsdebatte. Er mahnt zur Rücksichtnahme auf das Kind. SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Miersch dankt Spahn für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und betont die Fortsetzung der Koalitionsarbeit, während er die interne Klärung innerhalb der Union überlässt.
InhaltSPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Miersch bedankt sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, ein CDU-Ministerpräsident warnt vor einer rücksichtslosen Debatte. Erste Reaktionen auf den Rückzug des Unions-Fraktionsvorsitzenden. Nach dem Rücktritt von Jens Spahn vom Amt als Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag zollen ihm Politiker der Koalition für seinen Schritt Respekt. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sagte, dass in der Entscheidung seines Parteifreundes eine "große Tragik" liege, erklärte er in einer ersten Stellungnahme. "Ich bedaure diesen Schritt persönlich sehr und kann ihn zugleich gut nachvollziehen." Zwar seien viele Fragen über die Leihmutterschaft in den vergangenen Tagen berechtigt gewesen, doch insgesamt sei die Debatte überzogen gewesen. Wüst mahnt an, bei der weiteren Debatte Rücksicht auf das Kind zu nehmen, ebenso auch Kinder in einer vergleichbaren Situation. "Kinder können am allerwenigsten für die Umstände ihrer Herkunft. Niemand sucht sich die Umstände seiner Geburt aus." Auch vom Koalitionspartner gibt es positive Reaktionen. SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Miersch würdigte die bisherige Zusammenarbeit mit Spahn als "sehr eng und vertrauensvoll", nun gehe die gemeinsame Arbeit der Koalition weiter. Zur Frage der Leihmutterschaft und dem Umgang des Koalitionpartners mit der brisanten Frage möchte sich der Sozialdemokrat nicht äußern. "Das ist eine Frage, die die Union mit sich selbst klären muss." Er wünsche Spahn und seiner Familie alles Gute.