Fernsehen: Moderator der «Anstalt» wirft ZDF Unprofessionalität vor

Datum18.07.2026 12:50

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Team der Satiresendung "Die Anstalt" kritisiert das ZDF scharf, weil der Rapper Danger Dan kurzfristig von der Jubiläumssendung ausgeladen wurde. Das ZDF begründete dies mit einem angeblich gewaltverherrlichenden Liedtext. "Die Anstalt" sieht darin eine unprofessionelle Entscheidung und will die Ausladung thematisieren. Das ZDF kündigte an, den Song in "Aspekte" journalistisch einzuordnen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fernsehen“. Lesen Sie jetzt „Moderator der "Anstalt" wirft ZDF Unprofessionalität vor“. Das Team der Satiresendung "Die Anstalt" hat die ZDF-Entscheidung zur Ausladung des Rappers Danger Dan als unprofessionell kritisiert. "Das ZDF hatte lange genug Zeit, sich den Text anzuschauen", sagte Moderator Claus von Wagner in einem Interview des Branchendienstes DWDL.de. Danger Dan sollte mit Starpianist Igor Levit sein neues Lied "Keine Angst" bei der 100. Ausgabe von "Die Anstalt" präsentieren. Die Jubiläumssendung beschäftigt sich mit Radikalisierung und der Wehrhaftigkeit der Demokratie. Kurz vor der Aufzeichnung entschied das ZDF, den Auftritt zu streichen, da der Liedtext als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne.  Von Wagner sagte, weil das Lied "eine Anleitung zum Widerstand gegen rechtsextreme Strukturen und Zeilen enthält, die zur Diskussion einladen" sei genau dies geplant gewesen.  Mit Blick auf die Sendung am Dienstagabend sagte Moderatorin Maike Kühl: "Wir werden uns der Leerstelle von Danger Dan und dessen Text stellen." Wagner fügte hinzu, es wäre schön gewesen, wenn man dies gemeinsam mit dem Künstler hätte machen können. Eine Sonderausgabe des ZDF-Kulturmagazins "Aspekte" wird sich heute Abend mit dem Song beschäftigen. Text und Aussage erforderten eine gründliche journalistische Einordnung, teilte das ZDF mit. Diese wolle man nun in der Sendung an diesem Samstag (18. Juli) leisten. Das Team der "Anstalt" werde sich dabei kritisch mit der Ausladung auseinandersetzen. © dpa-infocom, dpa:260718-930-404081/1