Angriffe auf Jugendamtsmitarbeiter: Landkreistag empfiehlt, Sicherheitsmaßnahmen für Jugendämter zu prüfen

Datum18.07.2026 12:45

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Deutsche Landkreistag fordert angesichts zunehmender Angriffe auf Jugendamtsmitarbeiter eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte von Jugendämtern. Der Schutz der Mitarbeiter hat oberste Priorität. Gefordert werden verstärkte Maßnahmen wie Zugangskontrollen, Sicherheitspersonal und engere Absprachen mit der Polizei. Diese Maßnahmen basieren auf Erfahrungen aus Jobcentern. Absolute Sicherheit wird jedoch nicht gewährleistet.

InhaltDer Deutsche Landkreistag rät Verwaltungen nach Angriffen auf Jugendamtsmitarbeiter, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen. Ihr Schutz der habe oberste Priorität. Nach Angriffen auf Jugendamtsmitarbeiter ruft der Deutsche Landkreistag zur Prüfung von mehr Sicherheitsmaßnahmen auf. "Die Landkreise nehmen diese Gefährdungen sehr ernst", sagte Sprecher Markus Mempel. An vielen Orten seien bereits umfangreiche Schutzmaßnahmen getroffen worden. Nach der Tat von Stade sei es aber wichtig, dass die Verwaltungen ihre Sicherheitskonzepte erneut überprüfen. Zudem sollten sie auch die Gefährdungslagen gegebenenfalls neu bewerten. "Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat oberste Priorität." Als weitere Sicherheitsmaßnahmen nennt der Landkreistag Zugangskontrollen, geschützte Empfangsbereiche, Sicherheitspersonal, Alarm- und Notrufsysteme und feste Absprachen mit der Polizei. Im Jobcenter gebe es damit bereits langjährige Erfahrungen, sagte Mempel weiter. Auch in Jugend- und Sozialämtern würden Sicherheitsdienste bei schwierigen Terminen oder absehbaren Bedrohungslagen eingesetzt. "Eine absolute Sicherheit wird es in offenen Verwaltungen und sozialen Einrichtungen dennoch nicht geben." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.