Datum18.07.2026 10:00
Quellewww.zeit.de
TLDRBundesinnenminister Alexander Dobrindt stuft die Anschlagsgefahr in Deutschland als hoch ein. Ausschlaggebend dafür seien gestiegene Erkenntnisse von Geheimdiensten, konkrete Schäden und eine stärkere Vernetzung von Agenten im In- und Ausland. Dobrindt betont, dass Anschlagspläne gegen Deutschland erkennbar seien. Die abstrakte Bedrohung wurde daher zu einer hohen Bedrohungslage hochgestuft, mit der jederzeit zu rechnen sei.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bundesinnenminister“. Lesen Sie jetzt „Dobrindt warnt vor Anschlagsrisiko in Deutschland“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat vor möglichen Anschlägen in Deutschland gewarnt. "Die vermehrte Melde- und Aufklärungslage hat mich dazu veranlasst, die bislang formulierte abstrakte Bedrohungslage zu einer hohen Bedrohungslage hochzustufen", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Das bedeutet, dass in Deutschland jederzeit mit dem Risiko von Anschlägen zu rechnen ist." Anschlagspläne gegen Deutschland seien "klar erkennbar". Diese Entwicklung hatte Dobrindt bereits vor einem Monat bei der Innenministerkonferenz in Hamburg skizziert. Bisher habe man von einer abstrakten Bedrohung gesprochen, sagte er damals. "Wenn man sich die aktuelle Lage und die Entwicklung anschaut, dann können wir nicht mehr nur von einer abstrakten Bedrohung reden, sondern von einer hohen Bedrohung." Das sei noch keine konkrete, aber eine hohe Bedrohung, die man wahrnehmen müsse – "nicht für jede Person gleichermaßen, aber für uns als Gesellschaft". Er begründete die Einschätzung mit einem deutlich höheren Hinweisaufkommen, sowohl von befreundeten Geheimdiensten als auch aus eigenen Erkenntnissen, mehr konkreten Schäden und einer stärkeren Vernetzung von Agenten im In- und Ausland, die Ausspähungen und Sabotage planten. © dpa-infocom, dpa:260718-930-403456/1