Demokratische Republik Kongo: Mehr als 860 Ebola-Tote in der DR Kongo

Datum18.07.2026 08:32

Quellewww.zeit.de

TLDRIn der Demokratischen Republik Kongo sind über 860 Menschen an Ebola gestorben, bei mehr als 2.181 bestätigten Fällen. Die nordöstliche Provinz Ituri ist das Epizentrum des Ausbruchs, der auch nach Uganda übergeschwappt ist. Regierungs- und WHO-Bemühungen konzentrieren sich auf Aufklärung und den Abbau von Vorbehalten gegenüber Kliniken, wo die Überlebenschancen besser sind. Ein Mangel an spezifischen Impfstoffen und Therapien erschwert die Eindämmung.

InhaltIn der Demokratischen Republik Kongo hält die Ebola-Welle an. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt weiter, die Regierung meldet inzwischen 864 Tote. In der Demokratischen Republik Kongo gibt es nach Angaben der Regierung mittlerweile 2.181 bestätigte Ebola-Fälle. ⁠Darunter ​seien 864 Todesfälle, teilten die ​Behörden mit. Das Land ist besonders schwer von einem neuen Ausbruch der Krankheit betroffen. Aus dem Lagebericht der Regierung geht zudem hervor, ⁠dass ​in der Nacht auf Donnerstag innerhalb von ‌24 Stunden 56 neue ​Infektionen sowie 36 ​weitere Todesfälle gemeldet wurden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Zuletzt verfolgten die Behörden Krankheitsfälle in fünf Provinzen des Landes. Dabei gilt die nordöstliche Provinz Ituri als Zentrum des Ausbruchs. Auch im angrenzenden Uganda wurden ebenfalls bereits Ebola-Fälle gemeldet, zwei Menschen starben. Ziel der Regierung und der WHO ist es aktuell vor allem, die Bevölkerung über Ebola aufzuklären und Vorbehalte gegenüber Kliniken sowie spezialisierten Beratungszentren abzubauen. Dort ist die Überlebenschance höher und die Infektionsketten können besser eingedämmt werden. In der Bevölkerung herrscht allerdings auch Angst, ein Zentrum wurde bereits in Brand gesteckt. Der Ausbruch des lebensbedrohlichen Ebolavirus, welcher aktuell vor allem den Kongo betrifft, ist besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. An deren Entwicklung wird derzeit gearbeitet.